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Brechtfestival:Aussicht auf Änderungen

jetzt antilopen gang

Die Polit-Rapper der Antilopen Gang aus Düsseldorf sind auf dem Brechtfestival in Augsburg zu erleben.

(Foto: antilopen gang)

Wallis Bird, Algiers oder Antilopen Gang: Das Augsburger Brechtfestival zieht seine Strahlkraft aus einem Abend mit gut besetzten Konzerten.

Für das Brechtfestival in Augsburg hat sich zuletzt einiges geändert: Mit Patrick Wengenroth kam 2017 ein neuer künstlerischer Leiter, der das Programm aus Theater, Lesungen, Performances und Musik ein bisschen durchrüttelte, weniger dem Augsburger Sprössling Bert Brecht huldigte, als seine Belastbarkeit überprüfte.

Manches blieb indes unverändert: Für die Popkonzerte - und damit für die "Lange Brechtnacht" - zeichnete beharrlich Girisha Fernando verantwortlich. So ist es auch beim Brechtfestival 2018, das diesmal vom 23. Februar bis 4. März dauert. Von seinem Programm ist Fernando fest überzeugt: "So etwas bekommt man auch in München nicht."

In diesem Jahr dürfte das "Brechtfestival" mit dem Motto "Egoismus versus Solidarität" also seine Strahlkraft erneut aus einem Abend mit gut besetzten Konzerten ziehen (24.2.). So kommt etwa die irische Singer-Songwriterin Wallis Bird, die US-amerikanische Band Algiers mit ihrem Genremix aus Post-Punk, Soul, Gospel, Hip-Hop und Industrial-Rock sowie die Polit-Rapper der Antilopen Gang aus Düsseldorf. Sie treten im Textilmuseum auf - einer neuen Spielstätte des Festivals, die ihrerseits den Charme dieser Auftritte beeinflussen wird.

Die großen Schauspielproduktionen, von denen sich die Organisatoren ebenfalls Strahlkraft erwarten, sind in diesem Jahr im Martini-Park zu sehen. So etwa die Eröffnungspremiere des Augsburger Theaters "Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer" oder die Gastspiele des Berliner Gorki-Theaters "Dickicht" und "Winterreise". Freie Bühnen und ein spannendes literarisches Programm ergänzen das Festival zu etwas, das weiter auf Änderungen setzt - als Impulsgeber.

Brechtfestival, Fr., 23. Feb., bis 4. März, verschiedene Orte, www.brechtfestival.de