Landkreis Aichach-FriedbergGroßbrand auf Bauernhof – mehr als 1000 Schweine tot

Lesezeit: 1 Min.

Ein landwirtschaftliches Anwesen in Ried ist in der Nacht zum Freitag zerstört worden.
Ein landwirtschaftliches Anwesen in Ried ist in der Nacht zum Freitag zerstört worden.
Foto: Stefan Puchner/dpa

Landwirte liefern mit Traktoren Wasser, Einsatzkräfte reißen Wände ein – doch für die Tiere kommt jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr kämpft über Stunden gegen die Flammen an – noch am Morgen dauern die Löscharbeiten an.

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Beim Brand eines Bauernhofes in der Nähe von Augsburg sind mehr als 1000 Schweine verendet. Menschen wurden nicht verletzt, doch es entstand ein Millionenschaden. Das Feuer war am Donnerstagabend in dem Schweinestall in Ried (Landkreis Aichach-Friedberg) ausgebrochen und griff anschließend auf zwei weitere Gebäude über.

Die Löscharbeiten zogen sich durch die ganze Nacht. Auch am Freitag war die Feuerwehr nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Nord noch im Einsatz. Ursache für den Großbrand war nach Erkenntnissen der Ermittler ein technischer Defekt. Bis zu 250 Einsatzkräfte waren in der Spitze im Einsatz, ebenso ein Polizeihubschrauber.

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Die genaue Anzahl der verendeten Schweine stand auch am Freitagmittag noch nicht endgültig fest. Zunächst hatten unterschiedliche Angaben existiert: Die Polizei sprach in der Nacht unter Berufung auf den Landwirt von 1600 Tieren, die Feuerwehr nannte 1200 bis 1300 Tiere. „Es gibt unterschiedliche Schätzungen“, sagte eine Polizeisprecherin. „Sicher ist, es sind über 1000. Überlebt hat keines.“

Wegen der starken Rauchentwicklung waren Anwohner gewarnt und dazu aufgerufen worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Polizei bat zudem Autofahrer, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die an den Hof angrenzende Staatsstraße wurde bis in den Morgen gesperrt.

Stundenlang kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen, doch alle Tier verendeten.
Stundenlang kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen, doch alle Tier verendeten.
Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Auch Morgen waren die Einsatzkräfte noch mit Löscharbeiten beschäftigt.
Auch Morgen waren die Einsatzkräfte noch mit Löscharbeiten beschäftigt.
Foto: Stefan Puchner/dpa
Der Feuerwehr war es in der Nacht gelungen, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.
Der Feuerwehr war es in der Nacht gelungen, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.
Foto: Jason Tschepljakow/dpa

Der Sachschaden wird nach aktuellen Erkenntnissen auf einen unteren siebenstelligen Betrag geschätzt, wie die Polizei mitteilte. Neben dem Schweinestall wurde auch eine Lagerhalle mit Getreide sowie ein weiteres Nebengebäude mit Maschinen zerstört. Feuerwehrleuten gelang es, ein darüber hinausgehendes Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Unter anderem sollen ein Heizöltank sowie eine Getreidetrocknungsanlage nahe der Gebäude gestanden haben.

Zahlreiche Landwirte hatten die Feuerwehr bei den Löscharbeiten unterstützt. Mit ihren Traktoren zogen sie in der Nacht große Wassertanks zur Einsatzstelle. Teile der Wände rissen die Einsatzkräfte mit einem Bagger ein, um auch an die dahinter liegenden Glutnester zu gelangen.

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