BR-Umfrage zur Landtagswahl:CSU wieder auf dem Weg zur absoluten Mehrheit - SPD unter 20 Prozent

Winterklausur der CSU-Landesgruppe

Horst Seehofer, hier bei einer Pressekonferenz am Rande der Winterklausur in Wildbad Kreuth, kann sich freuen: Die CSU kommt in einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks auf 47 Prozent - das würde für die absolute Mehrheit reichen.

(Foto: dpa)

Nach dem Umfrage-Schock vom Dienstag kann die CSU aufatmen: Eine repräsentative Umfrage des Bayerischen Rundfunks sieht sie bei 47 Prozent. Die SPD dagegen liegt nur bei 19 Prozent. CSU-Chef Seehofer sieht die guten Zahlen als Bestätigung. Alle Strategien gegen ihn seien gescheitert.

Mit Spannung war die Umfrage des Bayerischen Fernsehens zur Landtagswahl 2013 erwartet worden - jetzt ist klar: Die CSU dürfte sich über die Zahlen freuen, während die Zahlen für die SPD und ihren Spitzenkandidaten Christian Ude ernüchternd sind.

Wenn am kommenden Sonntag in Bayern gewählt würde, kämen die Christsozialen auf 47 Prozent - das würde reichen, um die absolute Mehrheit zurückzuerobern, die die Partei bei der Landtagswahl vor fünf Jahren verloren hatte. Dies ergibt eine repäsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins "Kontrovers". Die SPD käme danach auf 19 Prozent, das wäre in etwa genauso wenig wie bei der für die Genossen desaströsen Landtagswahl 2008. Der Bonus, den sich die Sozialdemokraten von ihrem Spitzenkandidaten Christian Ude erhofft hatten und der sich in den vergangenen Monaten zumindest teilweise auch in Umfragen niedergeschlagen hatte - er wäre dahin.

Die Grünen erreichen 14 Prozent und könnten sich damit im Vergleich zur Landtagswahl um etwa fünf Prozentpunkte verbessern. Für die Freien Wähler würden sich neun Prozent entscheiden. Ein mögliches Dreierbündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern käme damit auf 42 Prozent.

Die FDP wäre mit drei Prozent nicht im Landtag vertreten, ebenso wenig wie die Piratenpartei (ebenfalls drei Prozent) und die Linke (zwei Prozent).

Für die Umfrage wurden von Infratest dimap im Zeitraum vom 3. bis 7. Januar 1000 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch interviewt. Sie gilt als wichtiger Stimmungstest vor der Landtagswahl, die voraussichtlich im September stattfindet.

"Der Ude-Malus setzt sich fort", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Er hob hervor, dass dies die achte Umfrage hintereinander ist, bei der die CSU alleine stärker sei als die Oppositionsparteien zusammen.

Ministerpräsident Horst Seehofer sagte am Rande der CSU-Winterklausur in Wildbad Kreuth, das gute Ergebnis für seine Partei habe ihn nicht überrascht. "Das ist eine schöne Sache. Da hilft uns auch die gesamte politische Situation in Berlin, an der wir beteiligt sind", so der CSU-Chef. Seine Arbeit sieht er mit der Umfrage bestätigt. Der in den Medien erhobene Vorwurf der Wankelmütigkeit werde von der Bevölkerung nicht geteilt. "Alle Strategien gegen mich sind gescheitert", sagte Seehofer.

Klicken Sie sich in unserer interaktiven Graphik durch Seehofers Machtzirkel.

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