Neuburg-SchrobenhausenNeuerlicher Borna-Virus-Todesfall in Bayern

Die Feldspitzmaus kann das Borna-Virus übertragen.
Die Feldspitzmaus kann das Borna-Virus übertragen.
Foto: T. Douma/IMAGO/blickwinkel

Im Freistaat hat es dieses Jahr schon mehrere Todesfälle gegeben. Dabei sind Infektionen mit dem von der Feldspitzmaus übertragenen Borna-Virus eigentlich äußerst selten.

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Erneut ist in Bayern ein Mensch am Borna-Virus gestorben. Wie das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen mitteilte, habe es sich um die erste bekannte Infektion mit dem seltenen und lebensbedrohlichen Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) in dem oberbayerischen Landkreis gehandelt. Die Erkrankung wurde bei der betroffenen Person erst nach dem Tod im Rahmen der Obduktion nachgewiesen. Details zu dem Fall nannte die Kreisbehörde nicht.

Der Borna-Virus wird durch Feldspitzmäuse übertragen, wie das Landesamt für Gesundheit erläutert. Seit 2018 sei bekannt, dass der Virus beim Menschen schwere Gehirnentzündungen verursachen kann. Seit dem Jahr 2020 gibt es in der Bundesrepublik eine Meldepflicht für die Krankheit.

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Feldspitzmäuse sind zwar selten, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Tiere in die Nähe von Menschen kommen. So könnten Katzen tote Feldspitzmäuse ins Haus schleppen. Beim Entsorgen eines toten Tiers sollten daher Gummihandschuhe und FFP2-Maske getragen werden. Kadaver sollten mit Desinfektionsmittel besprüht und in einer verschlossenen Plastiktüte im Müll entsorgt werden. Auch bei Staub aufwirbelnden Arbeiten an Orten, an denen Feldspitzmäuse leben könnten, etwa beim Kehren im Schuppen, sollte entsprechend vorsichtig vorgegangen werden.

Seit vergangenem Jahr hatte es Borna-Virus-Todesfälle unter anderem in Augsburg, im Raum Bad Wörishofen im Unterallgäu, im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz sowie im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gegeben. Laut dem bayerischen Gesundheits-Landesamt gibt es pro Jahr bis zu sieben Krankheitsfälle in Deutschland, diese treten großteils in Bayern auf.

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