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Bildung:Erleichterungen für Bayerns Schüler

Kultusminister Michael Piazolo (FW) will den Druck für die Schüler weiter reduzieren. Weiterführende Schulen "können nach längeren Phasen des Distanz- und Wechselunterrichts" auf eine schriftliche Klausur verzichten, um Ballungen zu vermeiden, teilte das Kultusministerium am Montagnachmittag mit. Diese Entscheidung soll individuell an jeder Schule getroffen werden. Damit will Piazolo sicherstellen, dass ohne Zeitdruck trotzdem eine "valide und aussagekräftige" Zeugnisnote gebildet werden kann. In der Q-Phase der Gymnasien und an Fach- sowie Berufsoberschulen bleibt die Anzahl der Prüfungen gleich, weil sie für den Abschluss zählen, aber Lehrer können die Prüfungen aus dem ersten ins zweite Halbjahr verlegen. Die Zahl der Proben an den Grundschulen sei bereits reduziert worden. Mittel-, Wirtschafts- und Förderschulen könnten ohnehin flexibler agieren, heißt es. Das Wiederholen des vergangenen und des laufenden Schuljahrs wird nicht auf die maximale Ausbildungsdauer angerechnet. Die Dauer einer "längeren Phase" ist nicht definiert, die Schulen entscheiden. Auf die Frage, ob Prüfungen reduziert werden müssen, sprach ein Sprecher von einer "Kann-Regel mit hohem Appellcharakter". Lehrer "werden die entsprechenden Spielräume nutzen", sagte Piazolo. Die Reduzierung der Klausuren sei ein Anliegen der Schulfamilie.

© SZ vom 22.12.2020 / angu
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