BezirkswahlenWer kommt, wer geht, wer bleibt

Die Posten der zehn Bezirkschefs gehören in der CSU zu den wichtigsten Positionen. Nun verschiebt sich einiges: Erstmals wird nach Frauenquote besetzt - und auch Guttenberg muss ersetzt werden.

Die CSU hat offiziell das parteiinterne "Jahr der Frau" ausgerufen, was es bei den anstehenden Bezirkswahlen zu beweisen gilt. 40 Prozent der Vorstandsposten auf Landes- und Bezirksebene sollen künftig mit Frauen besetzt werden. Doch wenn es um die Chefposten geht, weicht der Kuschelkurs der Männerhoheit: Nur zwei CSU-Damen, Ilse Aigner in Oberbayern und Emilia Müller in der Oberpfalz, gelten als gesetzt. Am kommenden Samstag beginnt die Serie von Neuwahlen in den zehn Bezirksverbänden der CSU: Wer kommt, wer geht, wer bleibt? Ein Überblick.

 

München

In der Landeshauptstadt gehörten Führungsstreitereien früher zum festen Programm. Diesmal deutet alles auf einen geordneten Übergang hin: Bezirkschef Otmar Bernhard übergibt das Amt an Kultusminister Ludwig Spaenle, der schon länger als der starke Mann in Münchens CSU gilt. Hartnäckig halten sich Spekulationen, Spaenle wolle 2014 auch als CSU-OB-Kandidat antreten. Der scheidende Chef Bernhard kann zumindest eines als Erfolg verbuchen: Er hat den Bezirksverband nach den Querelen um seine Vorgängerin Monika Hohlmeier einigermaßen befriedet.

Bild: dapd 21. Juni 2011, 11:002011-06-21 11:00:57 © SZ vom 21.06.11/fmue/aro/msz/benK