bedeckt München 30°

Bevorstehende Wahl:Neuer Chef im Städtetag

Straubings OB Pannermayr soll neuer Städtetagschef werden

Seit zwölf Jahren ist Markus Pannermayr Oberbürgermeister des niederbayerischen Straubing. Am 15. Juli soll der 49-jährige CSU-Politiker zum neuen Vorsitzenden des bayerischen Städtetags gewählt werden.

(Foto: Armin Weigl/dpa)

Straubings OB Markus Pannermayr soll auf Kurt Gribl folgen

Von Christian Sebald, Straubing

Der Straubinger OB Markus Pannermayr (CSU) soll neuer Vorsitzender des bayerischen Städtetags werden. Darauf hat sich die Gruppe der CSU-Politiker in dem Kommunalverband geeinigt. Sie hat für die bevorstehende dreijährige Wahlperiode das Vorschlagsrecht für den Führungsposten. Der 49-jährige Pannermayr, der seit zwölf Jahren Oberbürgermeister von Straubing ist, folgt auf den Augsburger Ex-OB Kurt Gribl (CSU), der bei der Kommunalwahl im März 2020 nicht mehr zur Wiederwahl angetreten war und deshalb seine Funktionen im Städtetag niederlegen muss. Die offizielle Wahl des neuen Städtetagsvorsitzenden findet am Mittwoch, 15. Juli, in Regensburg statt

Pannermayr ist gebürtiger Straubinger und bereits als Schüler in die Junge Union eingetreten. Seit seiner Jugend ist er auf kommunaler Ebene politisch aktiv. 1997 schloss er sein Biologie- und Chemiestudium für das Lehramt an Gymnasien ab. Ein Jahr zuvor war er erstmals in den Straubinger Stadtrat gewählt worden, nach der Kommunalwahl 2002 wurde er dritter Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl 2008 setzte er sich in der Stichwahl gegen den damaligen OB Reinhold Perlak (SPD) durch. In den beiden zurückliegenden OB-Wahlen bestätigten die Straubinger Pannermayr mit 75 und 73 Prozent der Stimmen jeweils im ersten Wahlgang. Im Städtetag, dessen Präsidium er bereits seit einigen Jahren angehört, wird er wegen seines offenen und sachlichen Stils über die Parteigrenzen hinweg sehr geschätzt. In seiner Partei gilt er als pragmatisch und krisenerprobt. Beispiele hierfür sind nicht nur die aktuelle Corona-Pandemie, in der Straubing einige Wochen zu den Hotspots zählte. Sondern auch der Großbrand am 25. November 2016, der das historische Rathaus der 47 000-Einwohner-Stadt zerstörte, und die Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013, die Straubing dank seiner modernen Schutzanlagen aber glimpflich überstanden hat.

© SZ vom 02.07.2020

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite