Roßfeld-PanoramastraßeDrifter stürzt mit 400-PS-Auto an Steilhang ab

Ein Dienstwagen steht hinter einem Absperrband der Polizei: Der abgestürzte Fahrer muss sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.
Ein Dienstwagen steht hinter einem Absperrband der Polizei: Der abgestürzte Fahrer muss sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Symbolfoto: Robert Michael/dpa

Mit zwei Autos machen vier junge Fahrer aus Vilsbiburg einen Ausflug nach Berchtesgaden zu Deutschlands höchstgelegener Panoramastraße, allerdings nicht wegen der Aussicht: Sie lassen die Fahrzeuge durch die Bergkurven schlittern – ein 20-Jähriger verliert die Kontrolle.

Ein Ausflug zum Driften auf dem Roßfeld vor alpinem Panorama ist für einen jungen Autofahrer mit einem Sturz in 20 Meter Tiefe zu Ende gegangen. Der Mann blieb dabei aber unverletzt. Laut Polizei waren am Samstagabend vier junge Leute aus Vilsbiburg im Landkreis Landshut nach Berchtesgaden gefahren, um dort mit Autos zu driften: Die zwei Autos hinterließen deutliche Reifenspuren im Asphalt, so die Beamten. Der Drift-Ausflug endete allerdings abrupt, als der 20-Jährige mit seinem 400-PS-Auto zu schnell in eine Kurve fuhr und dabei die Hinterräder seines Wagens durchdrehen ließ. Er verlor die Kontrolle über seinen Wagen, kam von der Fahrbahn ab und schlitterte rund 20 Meter einen Steilhang hinab.

Das Auto wurde von einer Fichte aufgefangen, der Fahrer blieb unverletzt. Eine Abschleppfirma musste den Wagen bergen, der 20-Jährige hat sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu verantworten. Noch dazu hatte er gar keine Betriebserlaubnis für sein Fahrzeug: Wegen Tunings war die Betriebserlaubnis erloschen. Auch den ebenfalls 20-jährigen Fahrer des anderen Autos erwartet eine Strafe wegen Tunings: Die Katalysatoren waren leer geräumt worden, damit der Motor lauter ist, teilte die Polizei mit.

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