Steigende Kosten:Städte überdenken Beleuchtung auf Weihnachtsmärkten

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Steigende Kosten: Der Nürnberger Christkindlesmarkt wird seit knapp zehn Jahren mit 100 Prozent Ökostrom versorgt.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt wird seit knapp zehn Jahren mit 100 Prozent Ökostrom versorgt.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Weniger Lichterschmuck, Verzicht auf Eisbahnen und Ökostrom: Kommunen suchen Lösungen, um in der Adventszeit Energie zu sparen.

Rund 100 Tage vor Heiligabend beraten Kommunen in Bayern zu Energiesparmöglichkeiten bei Weihnachtsmärkten. "Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Energiekrise besteht Übereinstimmung, dass es in diesem Jahr keine Beleuchtung wie in den vergangenen Jahren geben kann", sagte der Sprecher der Stadt Bamberg, Michael Memmel. Die Stadt befinde sich in Abstimmungen. Um wie viel der Lichterschmuck reduziert werde, sei noch nicht klar. Im Gegenzug denkt Bamberg darüber nach, mehr Tannenbäume aufzustellen. "Dabei handelt es sich aber um erste Vorüberlegungen", betonte Memmel.

Regensburg prüft, ob die Beleuchtung an den Adventsabenden früher abgestellt wird. Einzelne Tannenbäume könnten auch wegfallen, sagte eine Stadtsprecherin. Die Weihnachtsbäume am städtischen Weihnachtmarkt sowie vor dem alten Rathaus sind aber fest geplant. Es soll energiesparende LED-Beleuchtung zum Einsatz kommen. Nicht in Frage kommt für Regensburg eine Natureisbahn. "Es laufen jedoch noch Abstimmungen, ob eine Eisbahn aus Kunststoff in den Monaten Januar/Februar in Betrieb genommen werden kann." Sie würde laut Stadt deutlich weniger Energie verbrauchen. Auch in Rosenheim denkt man über eine Kunststoffbahn nach.

Für den Christkindlmarkt am Münchner Marienplatz erklärt die Stadt, dass man ausschließlich mit LED-Beleuchtung arbeite. Eine Absage des Marktes sei nicht vorstellbar. "Der traditionelle Christkindlmarkt hat für die Stadt große touristische Bedeutung und stützt ein von den Corona-Lockdowns ohnehin stark betroffenes Gewerbe", sagte der Sprecher des Referats für Arbeit und Wirtschaft. Insgesamt gebe es in München rund 30 weitere Märkte - die werden aber privat betrieben.

Nürnberg verweist darauf, dass der Christkindlesmarkt seit fast zehn Jahren mit 100 Prozent Ökostrom versorgt werde, der Energieverbrauch der Beleuchtung sei mit LED-Lampen auf ein Minimum reduziert. Aus ökologischen Gründen sei in den vergangenen Jahren auch das Tannengrün reduziert worden. Der Berchtesgadener Advent wird heuer zum ersten Mal ebenfalls mit Ökostrom versorgt. Schlittschuhbahnen gibt es mit Verweis auf den Energieverbrauch weder in Nürnberg noch in Berchtesgaden.

Der oberbayerische Markt Peiting setzt auf eine Photovoltaikanlage samt Batterie für die Beleuchtung des Weihnachtsbaumes. Ein ortsansässiger Elektriker spendet die Technik. "Egal was auf dem Strommarkt passiert, unser Weihnachtsbaum leuchtet autark", sagte Bürgermeister Peter Ostenrieder (CSU). Rosenheim plant bei der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt keine Veränderungen zu den Vorjahren. Aschaffenburg und Kempten konnten noch keine Auskunft erteilen - man stelle sich diesen Fragen noch.

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