BayreuthKulturzentrum macht jüdisches Leben sichtbar

Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth, bringt im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder, eine Mesusa an einem Türstock des neuen Kulturzentrums an.
Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth, bringt im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder, eine Mesusa an einem Türstock des neuen Kulturzentrums an. Pia Bayer/dpa

Die älteste noch genutzte Synagoge Deutschlands – und jetzt noch ein Kulturzentrum: Ministerpräsident Markus Söder besucht die Israelitische Kultusgemeinde in Bayreuth und erneuert ein Versprechen.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sein Schutzversprechen für jüdisches Leben im Freistaat bekräftigt. „Wir dulden keinen Antisemitismus in Bayern“, sagte er in Bayreuth. Dort feierte die Israelitische Kultusgemeinde die Eröffnung eines Kulturzentrums in der Alten Münze.

„Antisemitismus ist Realität“, sagte Söder weiter. Er komme von Rechtsaußen, aus dem islamistischen Bereich und zum Teil aus dem links-intellektuellen Bereich. Es sei wichtig, dass jüdisches Leben sichtbar ist.

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Vor einigen Jahren wurde bereits die Bayreuther Synagoge renoviert – es ist nach Angaben von Felix Gothart, dem Vorsitzenden der Gemeinde, die älteste noch genutzte Synagoge Deutschlands. 1760 übernahm die damalige jüdische Gemeinde das Gebäude und richtete direkt neben dem Markgräflichen Opernhaus, das heute zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, ihre Synagoge ein.

Der Nachbarschaft zum Opernhaus ist es auch zu verdanken, dass die Synagoge im Nationalsozialismus nicht niedergebrannt wurde.
Die Alte Münze auf der gegenüberliegenden Straßenseite war in den vergangenen Jahren für rund zehn Millionen Euro saniert worden, so dass die Gemeinde das Gebäude als modernes Kulturzentrum nutzen kann.

Das Kulturzentrum mit seiner Lage in der Innenstadt zeige, dass sich jüdisches Leben in Bayreuth nicht verstecke, sondern fest verankert sei, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster.

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