An diesem Wochenende feiern die Wagner-Festspiele ihr 150. Jubiläum. Viel ist – sehr zu Recht – zuletzt debattiert worden über die Eselei, Michel Friedman als Redner wegen angeblicher Sicherheitsbedenken vorübergehend auszuladen. Zu wenig steht bislang eine mindestens so verstörende Eselei aus Bayreuth im Fokus. Die Pläne für ein Dokuzentrum, in dem man sich über die ideelle Verbindung von Wagner und Hitler am Ort des Geschehens hätte informieren können, hat die Stadt auf eine Minimalvariante reduziert, eine Billiglösung. Einen digitalen Hauch von nichts.
MeinungNS-IdeologiegeschichteKein Dokuzentrum? Das ist Bayreuther Wahn
Kommentar von Olaf Przybilla
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Adolf Hitler mit Winifred Wagner, der Festspielleiterin in der NS-Zeit, im Garten der Villa Wahnfried in Bayreuth. In Sichtweite sollte ein Dokuzentrum entstehen. Wird es nun aber nicht.
Foto: Scherl/SZ PhotoDas ideelle Verbindungsglied zwischen Wagner und Hitler hätte man in einem Bayreuther Dokuzentrum erklären können. Dass dieses Haus nicht kommen soll, ist eine Blamage weit über die Stadt hinaus.
