MeinungNS-IdeologiegeschichteKein Dokuzentrum? Das ist Bayreuther Wahn

Kommentar von Olaf Przybilla

Lesezeit: 2 Min.

Adolf Hitler mit Winifred Wagner, der Festspielleiterin in der NS-Zeit, im Garten der Villa Wahnfried in Bayreuth. In Sichtweite sollte ein Dokuzentrum entstehen. Wird es nun aber nicht.
Adolf Hitler mit Winifred Wagner, der Festspielleiterin in der NS-Zeit, im Garten der Villa Wahnfried in Bayreuth. In Sichtweite sollte ein Dokuzentrum entstehen. Wird es nun aber nicht.
Foto: Scherl/SZ Photo

Das ideelle Verbindungsglied zwischen Wagner und Hitler hätte man in einem Bayreuther Dokuzentrum erklären können. Dass dieses Haus nicht kommen soll, ist eine Blamage weit über die Stadt hinaus.

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An diesem Wochenende feiern die Wagner-Festspiele ihr 150. Jubiläum. Viel ist – sehr zu Recht – zuletzt debattiert worden über die Eselei, Michel Friedman als Redner wegen angeblicher Sicherheitsbedenken vorübergehend auszuladen. Zu wenig steht bislang eine mindestens so verstörende Eselei aus Bayreuth im Fokus. Die Pläne für ein Dokuzentrum, in dem man sich über die ideelle Verbindung von Wagner und Hitler am Ort des Geschehens hätte informieren können, hat die Stadt auf eine Minimalvariante reduziert, eine Billiglösung. Einen digitalen Hauch von nichts.

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„Unser seliger Adolf“ ging Winifred Wagner, Festspielleiterin in der NS-Zeit, noch 1975 über die Lippen. Für die Nazis war Bayreuth ein Sonderfall.

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