Seit dessen Gründung im schwierigen Corona-Jahr 2020 ist Max Emanuel Cencic der künstlerische Leiter des Festivals „Bayreuth Baroque“, das mehrheitlich im Markgräflichen Opernhaus stattfindet. Das allein ist schon Sensation. Es ist nicht völlig verstiegen zu behaupten, ohne das Festival wäre das prächtig renovierte Barocktheater ein Museum, was der Funktion eines Theaters durchaus widerspräche. Cencic indes schaffte es, über die Jahre „Bayreuth Baroque“ als bedeutendes Festival der Barockoper zu etablieren, vergleichbar vielleicht mit den Innsbrucker Festwochen.
Bayreuth BaroqueBarocke Freiheit, düstere Gewalt: Cencic inszeniert Händels „Floridante“
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Der Hausherr ist zwar ein Unhold, aber das spült man runter: Eva Zalenga als Rossane und Sonja Runje als Elmira (v.l.).
Foto: Clemens ManserVier Stunden Barockoper, ein rares Werk, ein hochklassiges Ensemble: Das Festival „Bayreuth Baroque“ bleibt seinem Entdeckergeist treu.
Kritik von Egbert Tholl
