Werner Schmidt

Er war einst Herrscher an der Brienner Straße; kaum jemand traute sich, dem Vorstandschef der Bayerischen Landesbank zu widersprechen. Er, der das Institut so autokratisch führte, aber selbst unter großem Druck der Politik stand, er steht nun im Zentrum der Ermittlungen.

Der ehrgeizige Schmidt muss mit einer Anklage wegen Korruption rechnen. Der frühere Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat ihm unter abenteuerlichen Bedingungen Anteile an der Hypo Alpe Adria verkauft: Die Bayern sollten für mehrere Millionen Euro einen Kärntner Fußballclub unterstützen. Schmidt willigte ein, diese "Kröte" zu schlucken. Gegen Schmidt laufen Untreue-Ermittlungen, weil er Risiken ignorierte und einen Kaufvertrag voller Nachteile unterschrieb.

Das Verfahren dürfte noch Jahre dauern. Im für ihn schlimmsten Fall drohen Anklage und Gefängnis.

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21. Mai 2010, 19:032010-05-21 19:03:00 © (sueddeutsche.de)