Thomas Lenz, Vorsitzender Richter der 4. Großen Strafkammer am Landgericht München II, hat in den vergangenen Wochen öfters den Kopf geschüttelt über die Zustände bei der Deutschen Bahn. Lenz leitet den Prozess um das Zugunglück bei Garmisch im Juni 2022, bei dem fünf Fahrgäste ums Leben kamen und viele verletzt wurden. Bei dem Verfahren kommen laufend Missstände bei der Bahn zur Sprache. An diesem Donnerstag war Lenz besonders ungehalten über das Staatsunternehmen. Jahrelang habe die Bahn bei den Ermittlungen kooperiert, habe alle Fragen beantwortet. Insofern sei es erstaunlich und unverständlich, dass die Bahn jetzt „so blockt“.
Prozess um Zugunglück von GarmischRichter äußert sich verärgert über die Bahn
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Ein Treffen einer Bahn-Anwältin mit zwei Beschäftigten des Staatsunternehmens führt zu einem ungewöhnlichen Nachspiel bei Gericht. Ein Kollege der Anwältin zeigt sich anschließend „einigermaßen irritiert“ vom Richter. Nicht die erste derartige Kritik.
Von Klaus Ott

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