Am 17. Mai 2022 ereignete sich auf der Bahnlinie von Garmisch-Partenkirchen nach München ein Vorgang, der die Justiz heute sehr beschäftigt; und ziemlich irritiert. Zweieinhalb Wochen vor dem Zugunglück auf dieser Strecke, rund 13 Kilometer weiter Richtung Berge, mit fünf Toten und vielen Verletzten, war das gewesen. Ein Streckeninspekteur der Deutschen Bahn hatte in Eschenlohe 36 Betonschwellen entdeckt, die in einem so schlechten Zustand waren, dass eine Sperrung der Trasse unausweichlich gewesen wäre.
Prozess zum Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen„Warum arbeitet man so?“: Richter wundert sich über die Zustände bei der Bahn
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Personalmangel, Geldknappheit und Druck von oben: Das Verfahren ermöglicht tiefe Einblicke, was bei der Deutschen Bahn jahrzehntelang offensichtlich falsch lief und zu dem heutigen Chaos auf den Schienen geführt hat.
Von Klaus Ott

Exklusiv Nach Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen:„Solche Führungskräfte haben bei uns keinen Platz mehr“
Ein interner Untersuchungsbericht legt gravierende Missstände bei der Deutschen Bahn offen. Vorgesetzte übten Druck auf Mitarbeiter aus. Nun will Infrago-Chef Nagl die Kultur von Grund auf ändern – und Sicherheit wieder zur obersten Priorität machen.
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