Weihnachten in BayernPoller, Kontrollen und Security: So sollen die Christkindlmärkte sicher werden

Lesezeit: 2 Min.

Ein Teil des Sicherheitskonzepts bei vielen Weihnachtsmärkten: Poller.
Ein Teil des Sicherheitskonzepts bei vielen Weihnachtsmärkten: Poller. (Foto: Martin Schutt/dpa)
  • Nach dem Anschlag in Magdeburg vergangenes Jahr verstärken Bayerns Städte die Sicherheit auf Weihnachtsmärkten mit Pollern, Polizeikontrollen und Sicherheitsdiensten
  • Innenminister Herrmann sieht keine konkrete Gefahr für die Ende November startenden Märkte, aber ein gewisses Grundrisiko bestehe immer.
  • München, Nürnberg, Regensburg und Bamberg setzen auf Videoüberwachung, Absperrungen und verstärkte Streifengänge ohne Details zu den Sicherheitskonzepten preiszugeben.
Von der Redaktion überprüft

Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

Ende November starten in Bayern die großen Weihnachtsmärkte. Nach dem Anschlag in Magdeburg vergangenes Jahr gibt es aber eine Frage: Wie macht man die Märkte sicher, ohne die Atmosphäre zu zerstören?

Mit massiven Absperrungen, verstärkten Polizeikontrollen und kommunalen Sicherheitsdiensten wollen Bayerns Städte auf den bald beginnenden Weihnachtsmärkten Anschläge verhindern. Die Sicherheitskonzepte seien in den vergangenen Jahren überarbeitet, aktualisiert und verstärkt worden, teilten mehrere Städte im Freistaat mit.

Vor gut einem Jahr war ein Mann mit einem 340 PS starken Mietwagen über den Weihnachtsmarkt in Magdeburg gefahren und hatte sechs Menschen getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt. Am Montag hat der Prozess gegen den Angeklagten aus Saudi-Arabien begonnen. Die Tat hatte für Diskussionen über die Sicherheit auf Großveranstaltungen wie Volksfesten oder Weihnachtsmärkten gesorgt und Städte dazu veranlasst, ihre Sicherheitskonzepte zu überarbeiten.

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

„Wir sehen keine konkrete Gefahr, es gibt keine konkreten Hinweise auf irgendwelche Anschlagspläne, auch keine Drohungen“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag im Interview mit dem Radiosender Bayern 2 mit Blick auf die Weihnachtsmärkte, die in den meisten bayerischen Städten Ende November losgehen. „Aber es gibt natürlich immer eine abstrakte Gefahr, ein gewisses Grundrisiko.“

In München sieht man sich gut vorbereitet auf den Christkindlmarkt, der am 24. November startet. Ein umfassendes Sicherheitskonzept sei in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und weiteren städtischen Behörden erarbeitet worden, teilte das Referat für Arbeit und Wirtschaft mit.

Das Mitführen von Messern und anderen Waffen sei laut Waffengesetz auf allen Weihnachtsmärkten verboten. Beim Münchner Christkindlmarkt, der sich über weite Teile der Fußgängerzone rund um den Marienplatz erstreckt, gibt es den Angaben nach keine Einlasskontrollen. Die Polizei gibt allerdings an, „in begründeten Fällen selektive Taschenkontrollen“ durchzuführen. Zudem sei das Gebiet videoüberwacht und ein Sicherheitsdienst im Einsatz. Die Zufahrten würden durch Poller und andere Absperrmaßnahmen gesichert.

Weihnachtsmärkte
:Wo in Bayern schon Weihnachtsstimmung herrscht

Kaum ist der Herbst richtig da, starten mancherorts in Bayern schon die ersten Weihnachtsmärkte in die Saison. Dort gibt es bereits jetzt Glühwein, Lichterglanz, gebrannte Mandeln und ein bisschen Besinnlichkeit.

Von Lea Ehrenberg, Carolin Helmker und Anna-Maria Salmen

„Das Sicherheitskonzept für den Nürnberger Christkindlesmarkt wird in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr und diversen Dienststellen der Stadt jedes Jahr aktualisiert und an eventuelle neue Vorgaben oder Gegebenheiten angepasst“, teilte ein Sprecher der Stadt mit. „Dabei werden auch die Ereignisse in Magdeburg 2024 berücksichtigt.“ Details zum Konzept wolle man nicht bekanntgeben. Der Christkindlesmarkt ist einer der ältesten, größten und bekanntesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Jedes Jahr lockt er Besucher aus aller Welt an – 2024 kamen nach Schätzungen der Stadt rund zwei Millionen Menschen.

Die Stadt Regensburg hat nach Angaben einer Sprecherin in Abstimmung mit der Polizei ein Sicherheitskonzept erarbeitet. So würden unter anderem rund um den Neupfarrplatz, auf dem der städtische Christkindlmarkt stattfindet, große Betonquader aufgestellt. „Auf dem Weihnachtsmarkt selbst wird es einen Security Service geben.“ Auch der kommunale Ordnungsservice und die Polizei würden regelmäßig Streife laufen.

Auch beim Weihnachtsmarkt in der Bamberger Fußgängerzone kommen Zufahrts- und Überfahrtssperren an mehreren Orten zum Einsatz, wie eine Stadtsprecherin mitteilt. „Wie schon in den vergangenen Jahren wird es außerdem wieder vermehrt Streifgänge durch die Polizei und den kommunalen Ordnungsdienst am Weihnachtsmarkt und im Umfeld geben. Der Einsatz von Sicherheitspersonal wird 2025 nochmals deutlich verstärkt.“

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Landshut
:Die Franzosen lieben Kini-Socken – und dieser Mann liefert sie ihnen

Josef Miedl verkauft in Landshut ein reichhaltiges Sortiment weiß-blauer Deko-Artikel, das von Bierkrügen über Flaggen bis hin zu Wolpertingern reicht. Damit beliefert er sogar Ministerien, G-7-Tagungen und Fans in aller Welt.

SZ PlusVon Anna-Maria Salmen

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Gutscheine: