Naturschutz in Bayern:Markus Söder und der Wassercent

Naturschutz in Bayern: Mineralwasserfirmen werden in Zukunft wohl auch in Bayern einen Wassercent bezahlen müssen, ebenso private Verbraucher und womöglich sogar Landwirte.

Mineralwasserfirmen werden in Zukunft wohl auch in Bayern einen Wassercent bezahlen müssen, ebenso private Verbraucher und womöglich sogar Landwirte.

(Foto: Petra Schneider-Schmelzer/Imago Images)

Der Streit um den Trinkwasserschutz hat den Ministerpräsidenten offenbar so aufgeschreckt, dass er jetzt den Widerstand seiner CSU und der FW gegen die Gebühr gebrochen hat - schließlich ist dieses Jahr Landtagswahl. Doch wer muss den Wassercent am Ende wirklich bezahlen?

Von Christian Sebald

Mit ihren wütenden Protesten gegen die beabsichtigte Lockerung des Trinkwasserschutzes im Landesentwicklungsprogramm haben die Kommunen, aber auch die Opposition Ministerpräsident Markus Söder offenbar ordentlich aufgeschreckt. Nur so lässt sich erklären, dass Söder nicht nur die entsprechenden Anträge seiner schwarz-orangen Regierungskoalition im Landtag abgeräumt hat. Sondern außerdem eins oben draufgesetzt hat. Nach Söders Willen soll es nun auch in Bayern einen Wassercent geben, eine zusätzliche Gebühr also auf den Wasserverbrauch, die Naturschützer und Experten schon lange fordern. "Der Wassercent zeigt wie kostbar unser Wasser ist", sagte Söder vergangene Woche in einem Zeitungsinterview. "Er wird kommen, vor allem zum Schutz unseres Tiefengrundwassers, das eine heilige und eiserne Wasserreserve sein muss."

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