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Arbeitskampf:Landesweit Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Montag vielerorts in Bayern zu Einschränkungen geführt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich Beschäftigte "im hohen einstelligen Tausenderbereich" landesweit an Aktionen. Betroffen waren Einrichtungen aller Art, von Bauhöfen über Kindergärten bis hin zu Krankenhäusern. So demonstrierten in Bamberg Mitarbeiter der Stadtwerke. In Regensburg blieben Bäder geschlossen. In Augsburg traf es die Müllabfuhr, die städtischen Kitas und das Uniklinikum. Das Klinikum Nürnberg soll am Dienstag bestreikt werden. Eine Notfallversorgung sei gewährleistet, teilte die Klinikleitung mit; zudem seien einige Abteilungen von den Streiks ausgenommen, darunter die Kreißsäle und Covid-19-Stationen. Die Streikbeteiligung zeige "die massive Verärgerung und Enttäuschung der betroffenen Beschäftigten über das mehr als unzureichende Angebot der Arbeitgeber", sagte Norbert Flach, stellvertretender Verdi-Landesbezirksleiter. Am Donnerstag steht die dritte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Deutschland an. Verdi fordert unter anderem 4,8 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 3,5 Prozent mehr über drei Jahre angeboten.

© SZ vom 20.10.2020 / maxi

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