Ausstand am Freitag und SamstagÖPNV-Warnstreik: Handel fürchtet 40 Millionen Umsatzverlust

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr zum Warnstreik aufgerufen.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr zum Warnstreik aufgerufen. Stefan Puchner/dpa

Am Freitag und Samstag sollen die Beschäftigten im Nahverkehr in 13 bayerischen Städten in den Ausstand treten. Darunter leiden auch die Händler - denn Kunden kommen schwerer in die Innenstädte.

Der Handelsverband Bayern befürchtet durch den angekündigten Warnstreik hohe Umsatzverluste im Einzelhandel. Grob geschätzt könnten es in den 13 betroffenen Städten um die 40 Millionen Euro sein, sagt Geschäftsführer Bernd Ohlmann. Dass ausgerechnet an den beiden umsatzstärksten Tagen der Woche gestreikt werde, sei für die Branche „eine dicke fette Kröte“.

Dabei habe der Handel angesichts des besseren Wetters und der anstehenden Frühlingseinkäufe eigentlich auf ein gutes Shopping-Wochenende gehofft. Nun sei aber zu befürchten, dass Kunden fernblieben, weil sie die Fahrt in die Städte angesichts von ausfallenden Bahnen und Bussen sowie Staus scheuten. „Das wird unsere Betriebe sehr schmerzen.“ Und auch für die Mitarbeiter werde es teilweise schwierig, zur Arbeit zu kommen.

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In mehr als einem Dutzend bayerischer Städte dürfte der Nahverkehr am Freitag und Samstag wegen der Warnstreiks weitgehend zum Erliegen kommen. Betroffen sind die fünf größten bayerischen Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt; zudem Fürth, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau.

Wie schon in den vorhergehenden Streiks sind S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse in der Regel nicht betroffen, da sie von anderen Unternehmen betrieben werden. Zudem ist damit zu rechnen, dass in den betroffenen Städten teilweise städtische Buslinien verkehren, die von externen Dienstleistern befahren werden. Mancherorts wird auch ein Notfahrplan greifen.

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