Geschützte GreifvögelVier Milane mit Giftköder getötet

Der Rotmilan gehört zu den streng geschützten Greifvögeln.
Der Rotmilan gehört zu den streng geschützten Greifvögeln.
Foto: Jens Büttner/dpa

Ein Naturschutzwächter entdeckt vier tote Greifvögel auf einer Wiese. Untersuchungen bestätigen später einen schlimmen Verdacht.

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Vier streng geschützte Milane sind im Landkreis Günzburg mit einem Giftköder getötet worden. Darüber informierte der Naturschutzverband LBV. Wie das Landratsamt Günzburg auf Anfrage bestätigte, waren Mitte Juli bei Thannhausen-Burg zwei tote Rot- und zwei tote Schwarzmilane sowie ein totes Masthuhn entdeckt worden.

Untersuchungen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München ergaben, dass die Greifvögel an einer Vergiftung mit dem in der Europäischen Union seit fast 20 Jahren verbotenen Insektizid Carbofuran verendet waren. Das Landratsamt erstattete Strafanzeige.

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Rot- und Schwarzmilane gehören zu den besonders geschützten Greifvogelarten. Deutschland trägt für den Rotmilan eine besondere Verantwortung, da hier ein großer Teil des weltweiten Bestands lebt. „Wer Greifvögel vergiftet, begeht kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Straftat. In diesem Fall ist es großes Glück, dass keine Menschen oder Haustiere zu Schaden gekommen sind“, sagte Christoph Bauer vom LBV laut Mitteilung. Der Verband und die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (GLUS) riefen auch in allen anderen Regionen Bayerns dazu auf, mögliche Vergiftungsfälle oder Giftköder zu melden.

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