Unfallursache meist überhöhte GeschwindigkeitMehr als 300 Tote auf Bayerns Landstraßen in einem Jahr

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Ein Polizeibeamter hält beim bayernweiten Blitzermarathon im April einen Autofahrer an.
Ein Polizeibeamter hält beim bayernweiten Blitzermarathon im April einen Autofahrer an.
Foto: Daniel Löb/dpa

Fast 32 000 Verstöße auf Bayerns Landstraßen in einem Monat. Zu schnelles Fahren bleibt die Hauptursache für Unfälle. Eine 19-Jährige stirbt am Wochenende bei einem Unfall im Landkreis Ostallgäu.

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Bei Schwerpunktkontrollen auf den Landstraßen haben Bayerns Polizisten im Juni fast 32 000 Verkehrsverstöße festgestellt – insbesondere Tempoverstöße. Nach Angaben des Innenministeriums gab es insgesamt 747 Strafanzeigen, 15 797 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und 15 325 Verwarnungen. Knapp 26 000 davon waren Geschwindigkeitsverstöße. „Die Hauptgefahr waren wieder die vielen Raser“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

So sei in Mittelfranken auf der Bundesstraße 470 ein Motorradfahrer mit 170 Kilometern pro Stunde erwischt worden, Tempo 70 sei dort erlaubt gewesen. Andere Verstöße waren beispielsweise nicht angelegte Sicherheitsgurte oder verbotenes Überholen.

Im vergangenen Jahr gab es im Freistaat außerhalb der Ortschaften fast 114 000 Unfälle, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 313 Menschen kamen 2025 bei diesen Unfällen ums Leben. Damit verunglücken rund 60 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer auf den Landstraßen. Unfallursache Nummer eins bleibt laut dem Ministerium die nicht angepasste Geschwindigkeit. „Wir müssen gerade auf Landstraßen weiter intensiv an der Verkehrssicherheit arbeiten“, sagte Herrmann.

Erst in der Nacht zum Montag ist bei einem schweren Autounfall auf einer Kreisstraße im Landkreis Ostallgäu eine 19 Jahre alte Beifahrerin ums Leben gekommen. Die 18 Jahre alte Fahrerin des Autos wurde nach dem Unfall zwischen Ruderatshofen und Marktoberdorf mit schweren Verletzungen per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen, wie die Polizei mitteilte. Ihr Gesundheitszustand sei unklar.

Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Wagen den Angaben nach in der Nacht von der Straße ab, stieß gegen eine Gebüschreihe und wurde zurück auf die Straße geschleudert. Die Beifahrerin starb an der Unfallstelle. Die Straße wurde für mehrere Stunden gesperrt. Ein Sachverständiger nahm den Unfall auf.

Bereits am Sonntag hatte ein Motorradfahrer in Unterfranken die Kontrolle über seine Maschine verloren und ist tödlich verunglückt. Der 54-Jährige war alleinbeteiligt und aus zunächst unbekanntem Grund in einer Kurve bei Geiselwind (Landkreis Kitzingen) mit einer Leitplanke kollidiert. Nach Polizeiangaben brachten Angehörige den Mann am Sonntag in ein Krankenhaus, wo er starb.

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