Winter:Glatte Straßen: Unfälle, Verletzte und Sperrung auf der A9

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Winter: Ein Winterdienst-Fahrzeug fährt auf der verschneiten Autobahn 94.

Ein Winterdienst-Fahrzeug fährt auf der verschneiten Autobahn 94.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Der Winter ist in manchen Teilen des Freistaats da - und die Polizei im Dauereinsatz.

Schnee und Glätte haben in Bayern zu zahlreichen Unfällen geführt. Jedoch blieb es dabei bisher lediglich bei leichten Verletzungen und Blechschäden, so die Polizei am Samstag. In großen Teilen Bayerns hat es über Nacht geschneit - auf den Straßen hat sich das bemerkbar gemacht.

Allein im Raum Bayerischer Wald kam es in der Nacht auf Samstag zu sieben Unfällen. Ursache dafür war nach Angaben eines Polizeisprechers das Wetter. "Es ist spiegelglatt bei uns, teilweise hängen die Lkws." Drei Menschen seien bei den Unfällen verletzt worden.

Auf der Autobahn 72 bei Trogen (Landkreis Hof) ist ein Lastwagen am Samstagmorgen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen gekommen und hat dabei mehrere Schutzplanken touchiert. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Es entstand ein Sachschaden von 70 000 Euro, so die Polizei am Samstag.

Auch auf der Autobahn 9 bei Münchberg (Landkreis Hof) kam es kurze Zeit später zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Streufahrzeug. Beide Fahrzeuge wollten die Autobahnausfahrt nehmen, als sie zusammenstießen. Dabei wurde der Tank des Lastwagens aufgerissen und es liefen etwa 100 Liter Diesel aus, wie die Polizei mitteilte. Die Autobahn war während der Bergung für mehrere Stunden nur einspurig befahrbar.

Einer 20 Jahre alten Autofahrerin bei Michelau (Landkreis Lichtenfels) wurde die schneeglatte Fahrbahn ebenfalls zum Verhängnis. Sie verlor in einer Kurve die Kontrolle über ihr Auto und rutschte in den Gegenverkehr. Dort stieß sie frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Bei dem Unfall wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt. Es entstand ein Sachschaden von 10 000 Euro.

Ein 20 Jahre alter Mann ist bei Pretzfeld (Landkreis Forchheim) aufgrund des starken Schneefalls in einer Kurve ins Schleudern gekommen und im Graben gelandet. Dabei wurde er der Polizei zufolge leicht verletzt.

Bereits am Freitagabend war die Autobahn 73 bei Meeder (Landkreis Coburg) nach zwei Unfällen für mehr als eine Stunde gesperrt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Ein Mann hatte auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto mit Anhänger verloren und fuhr auf der linken Seite in die Leitplanke. Durch den Aufprall wurde der Anhänger abgerissen und in den Straßengraben geschleudert. Ein kurz darauf auf die Unfallstelle zufahrendes Auto bremste ab. Jedoch konnte ein dahinter fahrender Wagen nicht mehr rechtzeitig bremsen. Verletzt wurde niemand.

Auch ein 58-jähriger Mann kam aufgrund der Schneeglätte am Freitagabend bei Langdorf (Landkreis Regen) von der Fahrbahn ab. Er prallte mit seinem Auto gegen einen Leitungsmasten, welcher dadurch beschädigt wurde. Gegen ihn wird nun wegen der Störung der Telekommunikationsanlagen ermittelt, so die Polizei am Samstag.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für den Samstag noch weiteren Schneefall an. Im Norden Bayerns wird daraus häufig schon Regen, südlich der Donau bleibt es bei Schneefälle, am östlichen Alpenrand teils ergiebig. Auf den Straßen bedeutet das aber weiter Glättegefahr durch Schnee oder gefrierende Nässe sowie Glatteis.

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