Umwelt und NaturVergiftete Tiere in Unterfranken: Bussard und Hund betroffen

Greifvögel, wie der Mäusebussard, werden immer wieder Opfer von Giftanschlägen. (Symbolfoto)
Greifvögel, wie der Mäusebussard, werden immer wieder Opfer von Giftanschlägen. (Symbolfoto) (Foto: Thomas Warnack/dpa)

Ein im Landkreis Haßberge tot aufgefundener Bussard ist Opfer einer Vergiftung geworden. Möglicherweise besteht auch eine Verbindung zu einem getöteten Hund.

Ein toter Greifvogel, der bereits Anfang Oktober auf einer Wiese im unterfränkischen Landkreis Haßberge aufgefunden wurde, ist nach Polizeiangaben mit dem Insektizid E605 vergiftet worden. Die Ermittler haben in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit jetzt Ermittlungen zu den Umständen aufgenommen.

Wie die Polizei erst nachträglich erfuhr, fand ein Spaziergänger den toten Bussard am 6. Oktober auf einer Wiese zwischen Holzhausen und Mechenried. Das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens belege die Vergiftung mit E605. Hierbei handle es sich um ein Gift, dessen Verkauf in Europa seit 2002 verboten sei.

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Die Polizei sucht nun Zeugen, die Rückschlüsse auf den Ort zulassen, an dem der Vogel vergiftet wurde. Überdies werde ein Zusammenhang mit der Vergiftung eines Hundes im Jahr 2023 geprüft. Bei diesem Vorfall, der der Polizei ebenfalls erst jetzt bekannt wurde, sei ein mit E605 präparierter Köder über ein Hoftor geworfen worden, woraufhin das Tier verendete.

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