Was haben sie beim Brauen damals nicht alles mit in den Kessel geworfen. Nusslaub zum Beispiel, Buchenasche, weißes Pech, Anis, Petersilie, Wurzeln, Steinwurz oder Harz. Das war beileibe nicht alles besonders bekömmlich, und so griff irgendwann doch die Obrigkeit durch, erst in einzelnen Städten, 1516 schließlich "allennthalben in dem Fürstennthumb Bayern". Seither gelten das Bayerische Reinheitsgebot und das knappe Bittgebet der Brauer und Biertrinker: "Hopfen und Malz - Gott erhalt's". Sei es wegen himmlischer Fürsorge, sei es wegen Boden und Klima: In der Hallertau gedeiht der Hopfen besonders gut, und das seit mehr als 1200 Jahren. Wer den einen oder anderen Hügel nicht scheut, der kann die Heimat des "grünen Golds" sehr gut mit dem Rad erfahren.
Urlaub daheimDurch das Herz des Hopfenlandes
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Bis auf sieben Meter zwirbeln sich in der Hallertau die Hopfenpflanzen in Rekordzeit in die Höhe - immer im Uhrzeigersinn. Radfahrer dagegen sollten auf Spitzengeschwindigkeiten verzichten. Dafür ist es dort zu schön.
Von Matthias Köpf

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