Dreitägige StreikrundeWarnstreiks an allen bayerischen Unikliniken

Schilder weisen die Wege zu den unterschiedlichen Abteilungen des Universitätsklinikums Erlangen (Symbolbild).
Schilder weisen die Wege zu den unterschiedlichen Abteilungen des Universitätsklinikums Erlangen (Symbolbild). Daniel Karmann/dpa

Seit Dezember laufen die Tarifverhandlungen für die bundesweit 860 000 Beschäftigten der Bundesländer. Eine neue Warnstreikrunde trifft die Top-Krankenhäuser in Bayern.

Die Gewerkschaft Verdi hat in der laufenden Tarifrunde der Länder eine dreitägige Warnstreikrunde an allen sechs bayerischen Universitätskliniken gestartet. Die Notfallversorgung soll jederzeit gewährleistet bleiben, doch wird es laut Verdi zu Verschiebungen planbarer Eingriffe und Termine kommen.

Die Gewerkschaft will mit den bundesweiten Arbeitsniederlegungen im Gesundheitswesen ihre Tarifforderung von sieben Prozent beziehungsweise mindestens 300 Euro mehr Gehalt für die 860 000 Beschäftigten der Länder untermauern.

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Den Auftakt machte am Montag das Universitätsklinikum Erlangen, am Dienstag sollten weitergehende Arbeitsniederlegungen an den zwei Münchner Unikliniken sowie in Augsburg, Würzburg und Regensburg folgen. Enden sollen die Protestaktionen am Mittwoch. Verdi wirft den Ländern vor, die Beschäftigten der landeseigenen Krankenhäuser würden schlechter bezahlt als ihre Kolleginnen und Kollegen an kommunalen Krankenhäusern. „Ein sich verschärfender Personalmangel ist damit programmiert“, sagte Robert Hinke, Fachbereichsleiter für das Gesundheitswesen bei Verdi Bayern.

Die Verhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft der Länder und Verdi hatten im Dezember begonnen und sind bislang ergebnislos verlaufen. Die Länder argumentieren, dass die Erfüllung der Gewerkschaftsforderungen bundesweit direkte Mehrkosten von vier Milliarden Euro verursachen würde. Da die Tarifabschlüsse üblicherweise im Anschluss auch weitgehend auf gut 2,5 Millionen Beamte in Ländern und Kommunen übertragen werden, würden sich die Gesamtkosten laut Tarifgemeinschaft der Länder auf über zwölf Milliarden Euro belaufen.

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