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Naturschutz in Bayern:Wo der Wald wild sein darf

Auch in diesem Wald im Graswangtal in den Ammergauer Bergen werden Tieren und Pflanzen bald sich selbst überlassen.

(Foto: STMELF)

Die Staatsregierung deklariert weitere 52 000 Hektar Staatswald zu besonders geschützten Naturwäldern. Über Bayern verteilt sollen sich in den großen und kleinen Gebieten Flora und Fauna frei entfalten können.

Von Christian Sebald

Das Ammergebirge ist eine eher stille Bergregion fernab vom Touristenrummel. Der 30 auf 30 Kilometer große Gebirgsstock erstreckt sich westlich von Garmisch-Partenkirchen bis nach Füssen und hinüber nach Tirol. Sein höchster Berg auf bayerischer Seite ist die 2185 Meter hohe Kreuzspitze. Für die Besteigung des felsigen Gipfels zwischen Graswangtal und Loisachtal braucht es alpine Erfahrung, man muss trittsicher und schwindelfrei sein. An den unteren Hängen der Kreuzspitze erstreckt sich wie vielerorts in der einsamen Bergregion ein urwüchsiger Bergfichtenwald. Jetzt sollen Teile der Ammergauer Alpen noch urwüchsiger werden. Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) richtet an der Kreuzspitze einen 5000 Hektar großen Naturwald ein. In ihm gilt der Nationalpark-Grundsatz "Natur Natur sein lassen", er soll sich also ohne menschlichen Einfluss entwickeln.

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