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Koalition ohne Mehrheit:CSU fällt in Umfrage auf 36 Prozent

Sitzung des bayerischen Kabinetts

Ministerpräsident Markus Söder nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts.

(Foto: dpa)

Für die Christsozialen bedeutet diese Umfrage einen Verlust von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Bayern-Trend im Januar. Die Grünen kommen auf 24 Prozent, die FDP legt leicht zu.

Die CSU in Bayern ist laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa in der Wählergunst auf ein Tief von 36 Prozent gefallen. Im aktuellen Bayern-Trend, der im Auftrag der Bild-Zeitung erstellt wurde, kamen demnach die Grünen auf 24 Prozent. SPD, Freie Wähler und AfD liegen gleichauf bei neun Prozent, wenn jetzt Landtagswahl wäre. Die FDP steigert sich auf sieben Prozent (plus zwei Prozentpunkte).

Für die CSU bedeutet diese Umfrage einen Verlust von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Bayern-Trend im Januar. Einzukalkulieren dürfte hier aber sein, dass zu Jahresbeginn wohl noch ein Krisenmanager-Bonus enthalten war, der Regierungsparteien im Jahr 2020 vielerorts überragende Zustimmungswerte beschert hatte. Die Grünen konnten sechs Punkte zulegen, für die AfD ging es um zwei Punkte nach oben, für die Freien Wähler um einen. Die SPD blieb konstant.

Nach den aktuellen Umfragewerten würden CSU und Freie Wähler sogar ihre Regierungsmehrheit verlieren; die beiden Partner koalieren im Freistaat seit 2018. Die CSU könnte lediglich eine Koalition mit den Grünen bilden. Gegen die CSU wäre ein Bündnis aus Grünen, SPD, Freien Wählern und der FDP möglich. Über ein solches hypothetisches buntes Vierer-Bündnis unter Führung des damaligen SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude war übrigens vor der Landtagswahl 2013 schon mal spekuliert worden.

"Die CSU fällt in Bayern unter ihr Landtagswahlergebnis. Nur noch gut jeder dritte Wähler stimmt für die Partei des Ministerpräsidenten", sagte Insa-Chef Hermann Binkert zu den Umfrageergebnissen. "Die absolute Mehrheit ist für die CSU in weite Ferne gerückt."

Bei der Landtagswahl 2018 hatte die CSU 37,2 Prozent erreicht - das war ein historisches Tief. Für den Insa-Trend wurden vom 22. bis zum 27. April 1400 Bürger in Bayern online befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei bis zu 2,6 Prozentpunkten nach unten oder oben.

© SZ vom 29.04.2021 / dpa, ojo/infu, van
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