Corona-Regeln:Dann eben mit dem Virus leben

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Abstand ist nach wie vor erwünscht, die bayernweite Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen wie 2 G und 3 G fallen. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Rosenheim, Traunstein und das Berchtesgadener Land sind Deutschlands Corona-Hotspots. Trotzdem unterscheidet sich der Alltag dort kaum mehr von anderen Regionen. Ein Beispiel für die Zukunft?

Von Andreas Glas, Matthias Köpf und Christian Sebald, Traunstein

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 272,8, die Kontakte der Infizierten sind auch mit größtem Aufwand nicht mehr nachzuverfolgen. "Also müssen Kontakte fundamental beschränkt werden", sagt Ministerpräsident Markus Söder zur Begründung, als der Freistaat im Oktober 2020 einen lokalen Lockdown für das Berchtesgadener Land verhängt. Tags darauf leeren sich dort die Straßen, das Leben steht still. Jetzt, ein knappes Jahr später, liegt die Inzidenz im Berchtesgadener Land bei 262,4, dem aktuell höchsten Wert in Deutschland. Auch der Landkreis Traunstein und die Stadt Rosenheim verharren stabil über 200, und obwohl die Bundeswehr wieder aushilft, können die Gesundheitsämter dort längst nicht mehr alle Kontakte der Infizierten nachvollziehen. Der Alltag jedoch sieht ganz im Südosten genauso aus wie überall in Bayern. An den Schulen läuft der Unterricht, die Menschen kaufen ein, in den Clubs wird gefeiert. Die Region lebt mit Corona, notgedrungen. Eine Zeit nach dem Virus wird es wohl nicht geben, doch wie könnte eine Zukunft mit dem Virus aussehen - und wann soll sie beginnen?

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