KabinettNeue Strategie soll Bayerns Spezialitäten besser vermarkten

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Weißwürste gehören zu den Speziaitäten, für die Bayern bekannt ist.
Weißwürste gehören zu den Speziaitäten, für die Bayern bekannt ist.
Foto: Johannes Simon

Bier, Käse, Weißwurst – bayerische Spezialitäten sind auf der ganzen Welt begehrt. Eine neue Kampagne soll helfen, das gute Image noch besser in bare Münze umzuwandeln.

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Unter der neuen Dachmarke „Genuss Bayern“ sollen regionale Spezialitäten aus Bayern künftig einheitlich vermarktet werden. Ziel sei es, regionale Spezialitäten sichtbarer zu machen, neue Wertschöpfung für die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft zu schaffen und Bayern als führende Genuss- und Tourismusregion weiter zu profilieren, teilte die Staatskanzlei nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit. Die Dachmarke bündele bestehende Initiativen erstmals unter einem einheitlichen Auftritt und schaffe einen hohen Wiedererkennungswert.

„Wir stellen aktuell 112 Genussorte in Bayern, 140 Genussküchen mit einer ausgezeichneten bayerischen Küche, 300 bayerische Spezialitäten, darunter 54 europaweit geschützte, also wirklich geografisch, mit geografischer Herkunftsangabe geschützte Produkte“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU). 45 Prozent der Menschen in Deutschland würden Bayern mit einem besonderen kulinarischen Genuss verbinden, „mehr als jedes andere Bundesland, und darauf bauen wir natürlich auf“.

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Hinter der neuen strategischen Ausrichtung steht letztlich ein zunehmender Wettbewerbsdruck, der auch mit dem Strukturwandel einhergehe. Das Label „Genuss Bayern“ soll – wie es auch in Italien oder Österreich einige Regionen seit Jahren machen – die besondere regionale Identität und Qualität betonen. Eine vereinheitlichte Außendarstellung soll ferner auch mehr Sichtbarkeit für die Verbraucherinnen und Verbraucher wie für die Gäste aus dem In- und Ausland erreichen. „Wer regionale Lebensmittel kauft, stärkt natürlich die heimische Landwirtschaft, sichert damit Arbeitsplätze“, so Kaniber.

Ein Schwerpunkt der neuen Strategie sei eine stärkere Verknüpfung von Kulinarik und Tourismus. Regionale Spezialitäten würden zunehmend zu einem wichtigen Reisemotiv und stärkten die Attraktivität Bayerns als Urlaubsland, hieß es weiter. Mit rund 41 Millionen Touristen sei Bayern im vergangenen Jahr erneut eine der erfolgreichsten Urlaubsregionen Europas gewesen. Um diese wichtige Branche weiter zu stärken, werde der Fokus noch gezielter auf Ganzjahrestourismus gelegt.

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