WetterphänomenMindestens vier Tornados fegen 2025 durch Bayern

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Wasserhosen wie diese über Friedrichshafen in Baden-Württemberg bilden sich über deutschen Seen zwar immer wieder, durch den Klimawandel könnten sie aber stärker werden.
Wasserhosen wie diese über Friedrichshafen in Baden-Württemberg bilden sich über deutschen Seen zwar immer wieder, durch den Klimawandel könnten sie aber stärker werden. (Foto: Dr. Christoph Sommergruber/dpa)

Vier Tornados wurden bereits bestätigt, weitere Verdachtsfälle werden noch geprüft. Was Experten zu den Ursachen des Wetterphänomens sagen.

In Bayern hat es in diesem Jahr mindestens vier Tornados gegeben. Ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erläuterte, dass es sich dabei um bestätigte Fälle handele. Es gebe weitere Verdachtsfälle, die noch von Tornadoexperten diskutiert würden. „Dadurch könnte die Zahl noch etwas nach oben korrigiert werden.“

Einen bestätigten Tornado gab es laut DWD am 28. Mai im oberfränkischen Sonnefeld (Landkreis Coburg), konkret im Ortsteil Bieberbach. Am selben Tag gab es einen weiteren Tornado im unterfränkischen Landkreis Haßberge in Untertheres. Am 7. Juni war das Dorf Süß bei Hahnbach im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz betroffen. Am 22. August wurde über dem Bodensee bei Lindau eine Wasserhose – ein Tornado über dem Wasser – bestätigt.

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In ganz Deutschland seien bisher 42 Tornadofälle bestätigt worden, erklärte DWD-Experte Tobias Reinartz. Er stuft 2025 damit als durchschnittliches Tornadojahr ein, da im Mittel knapp 50 Tornados pro Jahr in der Bundesrepublik registriert würden. „In 2024 wurden 48 Tornados bestätigt, was also ebenfalls einer durchschnittlichen Saison entsprach.“

Nach Angaben der Meteorologen entsteht das Wetterphänomen durch große Temperaturunterschiede zwischen Boden und höheren Luftschichten. Dadurch entstünden in einer Wolke starke Aufwinde auf engstem Raum. Änderungen der Windrichtung und -geschwindigkeit mit der Höhe führe zu rotierender Luft. „Es entsteht ein Schlauch aus Staub und Wassertropfen“, erklärt der Wetterdienst. „An seinem Rand werden Windgeschwindigkeiten von bis zu mehreren Hundert Stundenkilometern erreicht.“

Bei der Untersuchung von Verdachtsfällen zu Tornados setzt der DWD auf Fotos und Videos, es werden auch die Schäden analysiert. Solange keine eindeutigen Bilder vorliegen, könnte ein Wirbelsturm weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

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