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Bayern-Tipps:Grassauer Deichelbohrer, Viechtacher Revue

Das Bohren von Deicheln ist ein anspruchsvolles Handwerk.

(Foto: Archiv Bovers)

Die Marktgemeinde Grassau im Chiemgau hat erstmals einen Literaturpreis ausgelobt, den "Grassauer Deichelbohrer". Mit dem Namen des Preises spielen die Grassauer auf die hölzerne Rohrleitung an, durch die im 19. Jahrhundert flüssige Salzsole von Reichenhall bis zur Saline in Rosenheim gepumpt wurde. Diese historische Pipeline bestand aus sogenannten Deicheln, der Länge nach durchbohrten und zusammengefügten Fichtenstämmen. Das Durchbohren der Deicheln war ein anspruchsvolles Handwerk. Schreiben verlangt zwar ein anderes Werkzeug, doch in die Tiefe sollte es dabei schon auch gehen. In Grassau sieht man deshalb den Deichelbohrer als griffige Trophäe. Die Preisverleihung findet am Samstag, 26. Oktober, in der Grassauer Villa des verstorbenen Dirigenten Wolfgang Sawallisch statt (19.30 Uhr). Am Tag zuvor lesen am gleichen Ort die acht Autoren der Shortlist aus ihren Texten (19.30 Uhr). Anmeldung: agentur-schlosserhaus@t-online.de.

Auch in Viechtach steht die Literatur an diesem Freitag hoch im Kurs. Zum 10. Mal findet in der Stadthalle die Viechtacher Literaturrevue statt, die der Lichtung Verlag, die Stadt Viechtach und das Bayerwaldforum gemeinsam organisieren. Ein buntes Programm aus Literatur, Musik und Kabarett gibt es von 20 Uhr an zu erleben. Zu Gast sind Friedrich Brandl (Amberg), Lída Rakušanová (Budweis), Wolfgang Sréter (Passau) und der Kabarettist Jaromir Konecny. Der Eintritt ist frei, es ist allerdings erforderlich, sich in der Tourist-Information Viechtach (Tel. 09942/1661) eine der Platzkarten zu reservieren.

© SZ vom 24.10.2019 / hak

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