Mögliche Folge des KlimawandelsTigermücke breitet sich in Bayern aus

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In Südeuropa ist die Asiatische Tigermücke schon länger heimisch.
In Südeuropa ist die Asiatische Tigermücke schon länger heimisch. Foto: Ennio Leanza/Keystone/dpa

Das Übertragungsrisiko von Dengue- oder Chikungunya-Viren sei derzeit gering, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Trotzdem ist Vorsicht geboten.

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Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach warnt für die Sommermonate vor einer Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke – eine mögliche Folge des Klimawandels. „Klimatische Veränderungen wie steigende Temperaturen bedeuten neue Gesundheitsrisiken“, sagte die CSU-Politikerin. Dazu gehörten gebietsfremde Stechmücken, die auch tropische und subtropische Infektionskrankheiten übertragen könnten. Gerlach lässt deshalb überwachen, wo sich die Asiatische Tigermücke weiter ausbreitet.

Das Übertragungsrisiko von Dengue- oder Chikungunya-Viren durch die Asiatische Tigermücke ist laut Ministerium in Bayern derzeit noch sehr gering. Die Erreger seien im Freistaat nicht verbreitet. Infektionen seien bislang nur bei Reiserückkehrern aus dem Ausland beobachtet worden.

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Das Ministerium rät dennoch, nach Mückenstichen auf Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen oder Erschöpfung zu achten und in solchen Fällen einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Das Stechmücken-Monitoring ist beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern angesiedelt.

Im vergangenen Jahr waren dem LGL aus 13 Landkreisen Funde der Asiatischen Tigermücke gemeldet worden. Neben bereits bekannten Populationen in München, Fürth und Würzburg hätten sich im vergangenen Jahr weitere in den Landkreisen Forchheim und Wunsiedel sowie in Nürnberg gebildet. Derzeit werde überprüft, ob diese Bestände den Winter überlebt hätten. Bei weiteren Funden habe es sich um Einzelexemplare gehandelt.

Für dieses Jahr liegen laut Ministerium noch keine Meldungen vor. Es sei aber in den Sommermonaten mit weiteren Funden zu rechnen. Auch bislang nicht betroffene Städte und Landkreise sollten sich mit dem Thema befassen, damit mögliche Populationen schnell eingedämmt werden könnten, sagte Gerlach.

Voraussichtlich etwa 30 Stechmückenfallen des LGL sollen im Landkreis Rosenheim sowie in den Städten Memmingen und Passau aufgebaut werden. Mehrere Städte und Landkreise betrieben bereits ein eigenes Monitoring wie die Stadt Fürth, die eine lokale Tigermücken-Population mit einem Dienstleister bekämpfe.

Auch Bürgerinnen und Bürger können dazu beitragen, eine Ausbreitung einzudämmen. Dazu sollten stehende Wasseransammlungen im Freien vermieden sowie Regentonnen und andere Wasserbehälter abgedeckt werden. Wasserbehältnisse wie etwa Vogeltränken sollten einmal wöchentlich geleert und ausgewischt werden. Denn die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ab. Auffällige Funde von Mücken sollen zur genauen Bestimmung an das LGL eingesendet werden.

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