Am Samstag, 28. März, ist alles vorbei. Dann endet nach sieben Jahren, elf Stationen und fast 45 000 Besuchern das Zeitlang-Projekt der SZ-Bayernredaktion. Seit der Eröffnung im Haus der Fotografie in Burghausen 2019 begleiteten Journalistinnen und Journalisten der SZ mit Dutzenden Veranstaltungen die Ausstellung. Auch zahlreiche Künstler wirkten dabei mit – von der Unterbiberger Hofmusik über Gerhard Polt und den Well-Brüdern bis hin zu Monika Drasch und Claudia Pichler.

In all den Jahren wurde das Konzept stets an die jeweiligen Ausstellungsorte angepasst, mit neuen Fotos, Texten und zuletzt auch Audiodateien, in denen die Geschichten zu den Bildern erzählt werden. Für die Bayernredaktion waren es spannende, aber auch lehrreiche Jahre, denn es ging nicht nur um das Zeigen von Fotos, sondern vor allem um den Dialog mit Menschen aus dem ganzen Land. Darauf basierte der überraschend große Erfolg des Projekts, das 2022 mit dem Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet wurde.
Die vermeintlichen Gräben zwischen Stadt und Land, das zeigte Zeitlang ein ums andere Mal, existieren – wenn überhaupt – nur in der Vorstellung der Menschen. Am Ende stand bei Zeitlang immer das Verbindende im Mittelpunkt. Die Fotos wandern nun ins Archiv des Bayerischen Nationalmuseums, wo sie vielleicht in einigen Jahrzehnten Zeugnis davon geben, wie Bayern Anfang des 21. Jahrhunderts ausgesehen hat.

Die letzte Station von Zeitlang ist seit Januar bei der Stiftung Kunst und Natur in Nantesbuch (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Dort findet am Samstag, 28. März die Finissage statt, verbunden mit einem Hoagscht. Es spielen unter anderem Monika Drasch und Martin Danes sowie Jam Kitchen. Die Ausstellung ist von 18 Uhr an geöffnet, die Finissage beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.


