Zum Start der Sommerferien in BayernADAC warnt vor langen Staus in Richtung Süden

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Fahrzeuge stauen sich auf der Autobahn A8 bei Rosenheim in Fahrtrichtung München. Mit Beginn der Sommerferien in Bayern  kann es nach Einschätzung des ADAC voll auf den Autobahnen Deutschlands werden.
Fahrzeuge stauen sich auf der Autobahn A8 bei Rosenheim in Fahrtrichtung München. Mit Beginn der Sommerferien in Bayern  kann es nach Einschätzung des ADAC voll auf den Autobahnen Deutschlands werden. (Foto: Uwe Lein/picture alliance/dpa)

Jetzt haben alle Bundesländer in Deutschland Sommerferien. Viele Reisende haben sich, wie immer, direkt nach der Zeugnisvergabe auf den Weg in die Urlaubsgebiete gemacht. Im Gepäck haben müssen sie vor allem: Geduld und gute Nerven.

Die bayerischen Sommerferien haben begonnen - und damit könnte es auf den Autobahnen wieder etliche Staus geben. Denn nun haben alle Bundesländer zeitgleich Ferien. Gleichzeitig behindern Baustellen den Verkehr. Auch an den Flughäfen und in den Zügen könnte es voll werden. Wo und wann wird besonders viel los sein? Und welche Tipps haben die Fachleute, damit man möglichst gut durchkommt?

Mit dem Auto

Am Freitag startet Bayern als letztes Bundesland in die Sommerferien, in Baden-Württemberg beginnen diese einen Tag früher. Viele machen sich dann direkt auf den Weg in den Urlaub nach Österreich, Kroatien, Italien und in die Schweiz.

Zeitgleich dürften viele Menschen aus den nördlicheren Bundesländern auf dem Weg gen Süden durch Bayern fahren. Der ADAC warnt deshalb vor langen Staus. „Dieses Jahr scheint eine staufreie Fahrt in den Sommerurlaub im Süden nahezu unmöglich“, sagen die Verkehrsexperten.

Nicht nur an den ersten beiden Ferienwochenenden, sondern auch rund um den Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August rechnet der ADAC mit einer Reisewelle, weil zusätzlich zahlreiche Tagesausflügler und Kurzurlauber unterwegs sein dürften. Besonders viele Staus erwartet der ADAC rund um München auf der A99, entlang der A8 zwischen der Landeshauptstadt und Salzburg, auf der A93 beim Grenzübergang Kiefersfelden sowie vor dem Grenztunnel Füssen/Reutte.

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Mit dem Flieger

Auch am Flughafen in München beginnt nun die Hauptreisezeit. Dieser rechnet während der Sommerferien vom 1. August bis 15. September mit mehr als 6,4 Millionen Reisenden, allein am ersten Ferienwochenende könnten es rund 425.000 sein. 45.000 Starts und Landungen sind laut dem Flughafen während der sechs Wochen geplant und damit etwas mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt seien Urlaubsziele in Italien und Spanien, teilte dieser mit.

Auch am Nürnberger Flughafen könnte in den Sommerferien einiges los sein: Dieser erwartet in der Zeit mehr als 798.000 Passagiere und damit deutlich mehr als im Vorjahr, wo es 720.000 Fluggäste waren. Die mit Abstand meisten Urlauberinnen und Urlauber wollen demzufolge von Nürnberg aus ins türkische Antalya reisen, gefolgt von Mallorca.

Auch beim Flughafen Memmingen in Schwaben steht Mallorca als Reiseziel ganz oben, gefolgt von Griechenland, Italien und Korsika. Mit 540.000 Reisenden erwartet dieser einen neuen Rekord in den Sommerferien. Der größte Ansturm werde traditionell am Anfang der Ferien sein, vor allem am ersten Wochenende, teilte dieser mit.

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Von Roman Deininger

Mit der Bahn

Wer das Auto stehen lässt und auf den Zug umsteigt, muss sich um Staus in der Regel keine Sorgen machen. Doch auf manchen Strecken müssen Bahnreisende trotzdem mehr Zeit einplanen. Gleich zu Beginn der Sommerferien, zwischen dem 1. und dem 18. August, sind Bauarbeiten auf der Strecke nach Österreich zwischen Rosenheim und Salzburg sowie zwischen Rosenheim und Kufstein geplant.

Im Nahverkehr wird es nach Angaben der Deutschen Bahn Ersatzbusse geben, der Fernverkehr in und aus Richtung Wien wird größtenteils über Passau umgeleitet. Die Züge in und aus Richtung Klagenfurt entfallen auf manchen Abschnitten. Ab 11. August werden außerdem viele Züge zwischen München und Venedig beziehungsweise Bologna gestrichen.

Noch bis zum 22. August ist zudem die Bahnstrecke zwischen Regensburg und Schwandorf gesperrt. In der Zeit fahren laut Bahn Ersatzbusse zwischen den beiden Städten. Die Reise dauere etwa 30 Minuten länger.

Tipps für vor und während der Reise

Urlauber in Richtung Süden sollten auf jeden Fall mehr Zeit einplanen und Geduld mitbringen, rät der ADAC. Wer könne, sollte Stoßzeiten vermeiden - das gilt vor allem für Samstage, wenn viele Menschen in den Urlaubsorten an- und abreisen müssten. Staus umfahren zu wollen, lohne sich zudem in der Regel nicht. Für entspannteres Reisen empfiehlt der ADAC, ausreichend Proviant und Beschäftigung für die gelangweilten Kinder einzupacken.

Auch für die Flugreise gilt, gut vorbereitet zu sein. Der Flughafen München rät: genug Zeit für Einchecken und Gepäckabgabe einplanen. Außerdem sollten Reisende das Handgepäck vorausschauend packen, damit es schneller durch die Sicherheitskontrolle geht. Da während der Ferien besonders viele Menschen ihr Auto am Flughafen stehen lassen wollen, lohnt es sich demnach, einen Parkplatz vorab zu buchen.

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