Markus Söder ist ein Instinktpolitiker. Er hat ein Sensorium für die Stimmung in der Bevölkerung, vor allem für den Teil, den er für wahlergebnisrelevant hält. Und er reagiert in der Regel taktisch darauf. Darum ist es erstaunlich, dass er das geplante Kinderstartgeld ohne Übergangsregelung abschafft. Den Empörungssturm, den er damit heraufbeschwört, wird er nicht einfach ignorieren können.
MeinungAus für das geplante Kinderstartgeld:Söder hat sich verspekuliert

Kommentar von Katja Auer
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Bayerns Ministerpräsident hat schon viele Positionen revidiert, oft unter Zustimmung seiner Anhänger. Aber die Empörung der Familien kann der CSU gefährlich werden.

Umstrittener Kabinettsbeschluss in Bayern:„Ich werde doppelt bestraft: fürs Kinderkriegen und fürs Betreuungübernehmen“
Ministerpräsident Markus Söder hat das Kinderstartgeld gestrichen. Der Protest ist gewaltig. Wie ist das, wenn plötzlich 3000 Euro fehlen? Acht junge Mütter und ein Vater erzählen.
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