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Neujahr:Höhere Feinstaubwerte durch Feuerwerke

Luftmessstation München

Die Messstelle an der Landshuter Allee in München. Hier lag der Wert bei 187 Mikrogramm.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Die Silvesternacht hat in der Luft Spuren hinterlassen: Der Feinstaubgrenzwert ist in mehreren bayerischen Städten überschritten worden.

Die Silvesternacht hat in der Luft Spuren hinterlassen: Am Neujahrsmorgen meldete Bayerische Landesamt für Umwelt für mehrere Messstationen, dass der Grenzwert für Feinstaub von 50 Mikrogramm je Kubikmeter pro Tag überschritten worden sei. So lag er (Stand 9 Uhr) an der Von-der-Tann-Straße in Nürnberg bei 220 Mikrogramm, gefolgt von der Theresienstraße in Fürth mit 213. Darüber hinaus fielen auch Werte an Stationen etwa in Sulzbach-Rosenberg, Bayreuth, Bamberg, Ansbach, Schwabach, Würzburg und Neu-Ulm in die Luftgüteklasse "sehr schlecht".

Beim privaten Anbieter Airvisual, der die Messdaten von sechs Schadstoffen aus mehr als 9000 Orten vergleicht, wurde München am 1. Januar um 6 Uhr als Stadt mit der zweitschlechtesten Luft weltweit geführt: hinter Canberra und vor Delhi.

Feinstaub gelangt auch an anderen Tagen des Jahres aus verschiedenen Quellen in die Luft. Er entsteht im Verkehr durch Verbrennungsmotoren, aber auch durch Reifenabrieb. Weitere Quellen sind zum Beispiel die Industrie, Kraftwerke und Holzöfen. Bei Feinstaub handelt es sich um kleinste Teilchen. Je nach Größe können sie nicht nur tief in Lunge und Bronchien, sondern auch ins Blut gelangen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems hervorrufen. Zum Schutz der Gesundheut gelten seit 2005 europaweit Grenzwerte für die Feinstaubfraktion "PM10". Der Tagesgrenzwert beträgt 50 µg/m3 - und darf nicht öfter als 35 Mal im Jahr überschritten werden.

© sz.de/dpa/kbl
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