Fingierte Sextreffen in NürnbergWenn dich dein vermeintliches Date ausraubt

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Die Polizei in Franken muss sich derzeit mit mehreren Überfällen bei fingierten Sextreffen befassen.
Die Polizei in Franken muss sich derzeit mit mehreren Überfällen bei fingierten Sextreffen befassen. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Drei junge Männer geben sich im Internet als Frauen aus und überfallen dann ihre Opfer. Verbindungen zu einem ähnlichen gelagerten Fall in Hilpoltstein sieht die Polizei nicht.

Drei Verdächtige sollen sich in Mittelfranken über das Internet als Frauen ausgegeben, mit Männern zu Sextreffen verabredet und diese dann ausgeraubt haben. Ein 19 Jahre alter Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft, gegen einen 20-Jährigen laufen die Ermittlungen noch, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Identität des dritten Tatverdächtigen ist der Polizei bislang noch unbekannt.

Die drei sollen sich zwischen April und Juni dieses Jahres in mindestens drei Fällen mit Männern in Nürnberg zu den Sextreffen verabredet haben. Ihren Opfern sollen sie dabei mit Sturmhauben maskiert aufgelauert und sie dann unter anderem mit einem Messer und Pfefferspray überfallen haben. Den Männern nahmen sie Bargeld und Handys ab, die Opfer entkamen demnach leicht verletzt.

Es gebe bislang keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang mit einem ähnlich gelagerten Fall gegen Tatverdächtige aus dem Raum Hilpoltstein (Landkreis Roth), sagte der Sprecher. Ende Juni hatte die Polizei über die Festnahme von fünf Jugendlichen und einem Heranwachsenden informiert. Sie sollen sich auf einem Kleinanzeigenportal im Internet als Minderjährige ausgegeben und zu Sextreffen mit erwachsenen Männern verabredet haben. Bei den Treffen wurden die Männer ebenfalls ausgeraubt.

Das genaue Motiv dieser Taten ist bislang unklar. Neben dem Raub kommt etwa auch in Betracht, dass die Männer für die geplanten Sextreffen mit Minderjährigen bloßgestellt oder bestraft werden sollten. Die Ermittlungen dazu laufen.

In dem Fall aus Nürnberg stehe dagegen das Motiv der Raubüberfälle klar im Fokus, sagte der Sprecher. Die Betroffenen in Nürnberg hätten sich auch alle selbst bei der Polizei gemeldet. In dem anderen Fall war die Polizei erst im Laufe der Ermittlungen auf Betroffene aufmerksam geworden. Die Ermittler schließen in beiden Fällen nicht aus, dass es noch weitere Betroffene geben könnte und bitten mögliche Geschädigte, sich zu melden.

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