Semesterbeginn405 115 Studierende an Bayerns Unis und Hochschulen

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Die Unibänke in Bayern werden in diesem Winter gut gefüllt sein.
Die Unibänke in Bayern werden in diesem Winter gut gefüllt sein. (Foto: Peter Kneffel/dpa)
  • An Bayerns Hochschulen und Universitäten sind im Wintersemester 405 115 Studierende eingeschrieben, rund 8000 weniger als im Vorjahr.
  • Der fehlende Abiturjahrgang wirkt sich nicht auf die Einschreibungen aus, da Studienplätze durch Bewerber aus anderen Ländern aufgefüllt werden.
  • Die Opposition kritisiert marode Hörsäle, reduzierte Bibliotheksöffnungszeiten und gestrichene Seminare trotz Rekordinvestitionen von 7,2 Milliarden Euro.
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Der fehlende Abiturjahrgang hat sich bei den Einschreibungen an Bayerns Unis nicht ausgewirkt. Zu Beginn des Wintersemesters sind die Zahlen fast auf Rekordniveau – und mehr als die Hälfte der Erstsemester sind Frauen.

Im laufenden Wintersemester sind an Bayerns Hochschulen und Universitäten 405 115 Studentinnen und Studenten eingeschrieben. Dies sind rund 8000 weniger als vor einem Jahr – damals war der bisher höchste Wert bei den Studierendenzahlen in Bayern erreicht worden. Ein Grund dafür dürfte der fehlende Abiturjahrgang sein. Wegen der Umstellung vom achtjährigen aufs neunjährige Gymnasium hatten heuer nur rund 5900 Kandidatinnen und Kandidaten die Prüfungen absolviert.

„Wir haben einen quasi ausfallenden Abiturjahrgang. Aber dieses Fehlen kommt an den bayerischen Hochschulen nicht an und das ist dem Umstand geschuldet, dass wir so attraktiv sind, dass die Studienplätze, die zur Verfügung stehen, im Grunde vollständig aufgefüllt werden von Bewerberinnen und Bewerbern aus anderen Ländern in Deutschland und gerade auch international“, sagte Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Bayerns Hochschulen seien noch nie so international gewesen wie in diesem Jahr.

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Blume betonte zudem, jegliche Behauptungen, wonach in Bayern auch im Bereich Wissenschaft und Forschung ein Sparkurs eingeschlagen worden sei, seien falsch. „Wir haben Rekordinvestitionen in den gesamten Bereich Wissenschaft und Forschung von 7,2 Milliarden Euro, alleine für den Hochschulbereich.“ Verglichen mit 2018 bedeute dies ein Plus von 37,5 Prozent. „Natürlich gibt es viele Dinge, wo man im Gebäudebestand Hand anlegen muss. In Regensburg ist seit Jahren leider ein Flachdach undicht und auch anderswo ist der Sanierungsbedarf gegeben.“

Von den insgesamt 405 115 Studierenden seien 253 420 Studierende an bayerischen Universitäten und 151 695 an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen eingeschrieben, hieß es weiter. Rund die Hälfte der Studierenden sei weiblich (49,8 Prozent). Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger liege bei 61 157. Mehr als die Hälfte der Erstsemester-Studierenden seien Frauen (51,2 Prozent).

Die Opposition im Landtag warf der Staatsregierung Schönrednerei vor. „Ist das Ihr Ernst, Herr Blume?“, sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katja Weitzel. Hörsäle und Labore seien marode, Öffnungszeiten von Bibliotheken müssten reduziert werden, weil Personal fehle. Tutorien und Seminare würden aus Kostengründen gestrichen, studentische Hilfskräfte aus Kostengründen nicht mehr beschäftigt. „Das sind keine hervorragenden Bedingungen, sondern es ist ein Armutszeugnis.“

„Die Staatsregierung versucht einmal mehr, von den bestehenden Problemen abzulenken, indem sie mit Superlativen um sich wirft und ständig neue Leuchttürme annonciert, statt den Bestand auskömmlich zu finanzieren“, betonte Verena Osgyan, Sprecherin für Wissenschaft und Hochschulpolitik der Grünen. Blume rede über neue Wege beim Bau – zur Lehre verliere er kein Wort.

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