Neue StudieSchulstress belastet ein Drittel der Jugendlichen stark

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Buben und Mädchen fühlen sich vom Stress in der Schule unterschiedlich stark beeinträchtigt. (Symbolfoto)
Buben und Mädchen fühlen sich vom Stress in der Schule unterschiedlich stark beeinträchtigt. (Symbolfoto)
Foto: Imago

Kommende Woche geht in Bayern wieder die Schule los. Für viele Jugendliche ist das Leben rund um den Unterricht belastend, wie eine neue Studie zeigt. Die Geschlechter sind demnach unterschiedlich betroffen.

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Ein Drittel der Jugendlichen in Bayern erlebt Schulstress als große Lebensbelastung. Das geht aus der aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Barmer hervor, wie die Krankenkasse am Dienstag in München mitteilte. Geringere Belastungen empfinden die 14- bis 17-Jährigen demnach wegen Stress in der Familie (16 Prozent) sowie durch psychische Erkrankungen und Einsamkeit (jeweils zehn Prozent).

Zwischen Mädchen und Jungen zeigen sich den Angaben zufolge deutliche Unterschiede. 39 Prozent der Mädchen fühlten sich durch Schulstress stark beeinträchtigt, unter den Jungen seien es 27 Prozent. Familiärer Stress belaste 21 Prozent der Mädchen und elf Prozent der Jungen stark. Bei psychischen Erkrankungen stünden 15 Prozent der Mädchen fünf Prozent der Jungen gegenüber, bei Einsamkeit seien es zwölf zu acht Prozent.

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Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der Barmer in Bayern, erklärte, hinter Schulstress könnten unterschiedliche Erfahrungen stehen, etwa Leistungsdruck, Zukunftssorgen und ein dicht getakteter Alltag. „Wichtig ist, dass Eltern und Schulen aufmerksam bleiben, Warnsignale ernst nehmen und Jugendlichen frühzeitig Unterstützung anbieten.“

Zur Geschlechterdifferenz sagte Kindshofer: „Der deutliche Unterschied zwischen Mädchen und Jungen verdient besondere Aufmerksamkeit. Er zeigt, dass Prävention und Gesundheitsförderung bei Jugendlichen noch stärker an unterschiedliche Belastungserfahrungen angepasst werden müssen.“

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Trotz der Belastungen blickt eine große Mehrheit der Jugendlichen in Bayern zuversichtlich auf das eigene Leben, wie es weiter hieß. „82 Prozent schauen sehr oder eher optimistisch auf ihre persönliche Zukunft“, so die Krankenkasse. Ebenfalls 82 Prozent seien mit ihrem gegenwärtigen Leben sehr oder eher zufrieden.

Die Sinus-Jugendstudie ist laut Mitteilung eine wissenschaftlich gestützte Befragung, die das Sinus-Institut im Auftrag der Barmer seit 2021 jährlich durchführt. Für die aktuelle bundesweit repräsentative Studie wurden demnach im Oktober und November 2025 insgesamt 2000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren online befragt. Die regionale Auswertung für Bayern beruhe auf 315 Interviews.

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