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Winterwetter am Wochenende:Großer Andrang an Ausflugszielen - Zugausfälle im Allgäu

Winter in Bayern

Schneeräumfahrzeuge fahren über die verschneite A8 zwischen München und Holzkirchen

(Foto: dpa)

In Unterfranken muss die Polizei etwa 700 Autos von Tagestouristen zurückweisen. Dutzende Menschen halten sich in Niederbayern nicht an die Ausgangsbeschränkungen. Die Bilanz vom Winterwochenende im Freistaat.

Zugausfälle und viele winterliche Spaziergänger - aber das große Schneechaos bleibt trotz anhaltendem Schneefall in Bayern aus. Besonders im Süd-Westen des Freistaates haben Schneefall und Straßenglätte für einige kleinere Unfälle und Verspätungen im Verkehr gesorgt. In Unterfranken musste die Polizei Spaziergänger nach Hause schicken, weil der Andrang zu groß war.

Der Zugverkehr musste besonders im Allgäu streckenweise unterbrochen werden. Aufgrund des andauernden Schneefalls kam es zu Weichenstörungen, wie die Deutsche Bahn am Sonntag mitteilte.

Auch wer sich statt dem Zug für das Auto entschied, musste an diesem Wochenende mit wetterbedingten Verzögerungen rechnen. Im Süden und Westen Bayerns waren die Straßen teils verschneit und glatt. In der Nacht zum Sonntag sei die Verkehrslage laut Polizei aber größtenteils ruhig gewesen.

In Niederbayern, der Oberpfalz und in Oberfranken war im Vergleich zum Rest des Freistaates in der Nacht auf Sonntag wenig bis kein Schnee gefallen. Die Polizei in Niederbayern musste nach eigenen Angaben Dutzende Menschen nach Hause schicken, die sich nachts nicht an die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen gehalten hatten. Tagsüber hielten sich die Spaziergänger und Tagestouristen allerdings größtenteils an die Regelungen, so ein Sprecher der Polizei Niederbayern.

Nachdem die unterfränkische Polizei schon am Samstag im Spessart etwa 200 Autos an der Zufahrt zum beliebten Ausflugsziel "Engländerhaus"" gehindert hatte, ging es am Sonntag noch lebhafter zu: 700 Fahrzeuge wurden abgewiesen, wie die Beamten am Sonntagabend mitteilten. Ansonsten lief der Verkehr in Rhön und Spessart normal.

Nach starken Schneefällen haben Schneerutsche im Zugspitzgebiet eine Hubschrauber-Suchaktion der Polizei ausgelöst. Doch weder wurden am Samstag Verschüttete gesichtet, noch gingen anschließend Vermisstenmeldungen ein. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim am Sonntag.

Am Vortag war der Hinweis auf eine Lawine eingegangen, auch die Bergwacht war alarmiert worden. Drei Hubschrauber suchten das Areal unterhalb der beiden Riffelspitzen aus der Luft ab. Am Sonntagnachmittag wurde die Suche abgebrochen, nachdem es keine Indizien gab, dass Menschen zu Schaden gekommen waren.

© SZ.de/dpa/mmo/van
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