Bayerische Geschichte:Die Mumien von Wackerstein

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Bayerische Geschichte: Mumienforscher und Pathologe Andreas Nerlich mit Mitarbeitern bei der Untersuchung einer Mumie aus der Jordan-Gruft.

Mumienforscher und Pathologe Andreas Nerlich mit Mitarbeitern bei der Untersuchung einer Mumie aus der Jordan-Gruft.

(Foto: Andreas Nerlich)

2011 entdeckte der Pathologe Andreas Nerlich nahe Ingolstadt eine Gruftkapelle, in der fünf Mumien einer Adelsfamilie aus dem 19. Jahrhundert lagen. Über seine jahrelange Beschäftigung mit diesem Fund hat er jetzt ein Buch verfasst, das faszinierende Einblicke in das damalige Leben ermöglicht.

Von Hans Kratzer

Als irgendwann im Jahr 2011 im Klinikum München-Bogenhausen ein Anruf aus der Marktgemeinde Pförring einging, ahnte Andreas Nerlich, der Chefarzt der Pathologie, noch nicht, dass ihn die Folgen dieses Telefonats ein ganzes Jahrzehnt lang beschäftigen würden. Zur Gemarkung Pförring (Landkreis Eichstätt) gehört unter anderem das Schloss Wackerstein, das im 19. Jahrhundert eine Zeitlang im Besitz der Familie Jordan war. Der Anrufer sagte am Telefon, es gebe in der Nähe des Schlosses eine Gruftkapelle aus napoleonischer Zeit, die in einem baufälligen Zustand sei, und darin lägen fünf Mumien. Nun wolle er wissen, was mit ihnen während der Renovierung geschehen soll.

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