Der Himmel über Bayern bleibt am Wochenende trüb und die Sonnenstrahlen wirken milchig. Schuld daran ist Saharastaub, der über Deutschland zieht, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Andreas Walter vom DWD verrät, warum das aber kein Anlass zu Sorge ist.
Der Staub aus der Sahara sei nämlich nicht toxisch. Zwar sind die Staubpartikel so klein, dass sie beim Einatmen in die Lunge eindringen können, aber für die meisten Menschen sei das unbedenklich. Ausnahme sind laut Walter Personen mit einer Vorerkrankung wie zum Beispiel Asthma. Halten diese sich über mehrere Stunden im Freien bei Saharastaub auf, könne das zu Komplikationen führen.

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Gesunden Menschen rät Meteorologe Walter lediglich dazu, draußen keinen exzessiven Sport zu machen, während der Staub in der Luft ist. Auch für Haustiere sei der Saharastaub nicht gefährlich. Menschen und Tiere dürfen also am Wochenende in Bayern ohne Bedenken an die frische Luft. Photovoltaik-Anlagen können durch den trüben Himmel und eine Schmutzschicht, die sich auf den Modulen absetzt, zeitweise beeinträchtigt werden.
Der Saharastaub wird am Wochenende von Südwesten über den Freistaat ziehen, so Meteorologe Walter. Jedoch soll das Wetterphänomen nur schwach und nicht so prägnant auftreten wie bereits in der Vergangenheit. Am Himmel wird eine leichte Verfärbung zu erkennen sein. Der Deutsche Wetterdienst spricht wegen des Saharastaubs keine Warnung aus. Im Laufe des Wochenendes zieht die Staubwolke weiter nach Westen und verlässt Bayern.
Saharastaub entsteht im Norden der Sahara, erklärt Wetterexperte Walter. Voraussetzung dafür seien Bodenwinde mit hoher Geschwindigkeit und ein trockener Untergrund. Dann werden die Wüstenkörner einige Kilometer hoch in die Luft geweht und gelangen in die Atmosphäre. Durch die allgemeine Zirkulation der Atmosphäre erreicht der Staub dann auch andere Kontinente, so Walter.
Für Pflanzen sei der Saharastaub nicht gefährlich – im Gegenteil. In Südamerika dient der Sand für den nährstoffarmen Boden als wichtiger Dünger, so Walter. In Europa werde der Staub dafür nicht benötigt, sei aber auch nicht schädlich für die Natur.

