Zweite Hitzewelle des JahresRKI: Schon mehr als 1000 Hitzetote in Bayern

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Die Temperaturen steigen mancherorts in Bayern in ungeahnte Höhen.
Die Temperaturen steigen mancherorts in Bayern in ungeahnte Höhen.
Foto: Thomas Warnack/dpa

Das sind mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr – und trotzdem ist Bayern deutschlandweit im unteren Mittelfeld. Betroffen sind oft Menschen mit Vorerkrankungen.

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In Bayern sind nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts im laufenden Jahr schon rund 1050 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Zum Vergleich: 2025 waren es im gesamten Jahr 490 Menschen und auch in den neun Jahren davor waren die Werte nie so hoch wie jetzt. Betroffen sind besonders ältere Menschen. Die Schätzung hat allerdings eine große Schwankungsbreite.

Bayern ist der Schätzung zufolge aber weniger stark betroffen als andere Bundesländer. In Baden-Württemberg waren es trotz der niedrigeren Bevölkerungszahl laut RKI-Schätzung 1870 Fälle, im ebenfalls kleineren Hessen 1350 und in Nordrhein-Westfalen sogar 2270.

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Betrachtet man die geschätzten Hitzetoten pro 100 000 Einwohnern liegt der Freistaat mit einem Wert von 7,9 im unteren Mittelfeld. Im Saarland ist der Wert mit 33 am höchsten, in Schleswig-Holstein mit 2,4 am niedrigsten.

Bundesweit geht das RKI von bislang 9800 hitzebedingten Sterbefällen aus. Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung – etwa bei einem Hitzeschlag – den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.

In der letzten Juniwoche hatte es eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regional mehr als 40 Grad gegeben. Mehrfach waren Temperaturrekorde gebrochen worden. In Bayern war es nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der zweitheißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt wurde mit 41,8 Grad sogar ein Temperaturrekord aufgestellt.

Seit Mitte der Woche zieht die nächste Hitzewelle über Deutschland. Weil der Sommer noch lange nicht vorbei ist, könnte die Anzahl der Hitzetoten je nach Wetterlage im weiteren Jahresverlauf noch deutlich steigen.

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Von Nina von Hardenberg und Verena Wolff

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