Wirtschaft in BayernProtest gegen Rohstoffabbau in Bayern nimmt deutlich zu

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Im Würmtal südlich von München wird bereits Kies abgebaut. Die Firma Glück fördert unter dem sogenannten Douglasienwäldchen bei Planegg seit 2022 den Rohstoff.
Im Würmtal südlich von München wird bereits Kies abgebaut. Die Firma Glück fördert unter dem sogenannten Douglasienwäldchen bei Planegg seit 2022 den Rohstoff. Robert Haas

Bayern ist ein sehr rohstoffreiches Land, sogar Seltene Erden gibt es. Doch gegen den Abbau von Gips, Kies oder anderen Materialien rührt sich vielerorts Widerstand. Über einen Konflikt, der sich zwangsläufig verschärfen wird.

Von Uwe Ritzer

Am letzten Freitag im Mai zogen sie los, ein geschmücktes Kruzifix vorneweg. 70 Menschen pilgerten in das „Marterbergholz“ unweit von Sandbach bei Vilshofen. In einer ökumenischen Andacht erbaten sie die Hilfe des Herrn – und forderten irdischen Verzicht. Die Firma Karl Groß will dort 18 Hektar Wald roden, um 2,5 Millionen Kubikmeter Kies abzubauen. Der Widerstand gegen die Pläne ist enorm. 500 Einwendungen lagen bei einem zweitägigen amtlichen Erörterungstermin eine Woche zuvor auf dem Tisch und die Diskussionen darüber gerieten bisweilen hitzig.

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