NürnbergEin Polizist, den Bayern nicht losbekommt

Lesezeit: 7 Min.

Der Kommissar, der laut Gerichtsurteil wieder bei der Polizei arbeiten darf, stand in Kontakt zum späteren Polizistenmörder Wolfgang P. Der wird dem „Reichsbürger“-Milieu zugerechnet und erschoss 2016 aus seiner Wohnung in Georgensgmünd heraus einen SEK-Beamten.
Der Kommissar, der laut Gerichtsurteil wieder bei der Polizei arbeiten darf, stand in Kontakt zum späteren Polizistenmörder Wolfgang P. Der wird dem „Reichsbürger“-Milieu zugerechnet und erschoss 2016 aus seiner Wohnung in Georgensgmünd heraus einen SEK-Beamten.
Foto: Daniel Karmann/dpa; Bearbeitung: SZ

In Chats eines Polizeihauptkommissars finden sich SS-Symbolik und gehässige Sprüche gegen Migranten. Fast zehn Jahre ist er suspendiert, der Freistaat versucht, ihn aus dem Beamtenverhältnis zu entfernen. Ohne Erfolg.

Von Olaf Przybilla, Nürnberg

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Aus dem Leben eines Polizeihauptkommissars in Bayern. Am 9. November 2016 um 22.24 Uhr bekommt er von einem Kollegen auf einem seiner elektronischen Geräte ein Bild zugeschickt, das eine SS-Uniformmütze mit dem Parteiadler der NSDAP und dem SS-Totenkopfsymbol zeigt. Flankiert vom Schriftzug: „LIEBE FLÜCHTLINGE; AN DIESEN MÜTZEN ERKENNEN SIE IHREN SACHBEARBEITER.“

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SZ PlusVon Olaf Przybilla

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