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Verkehr:Das ändert sich jetzt für Bayerns Bahnfahrer

Bahnbrücke Oberelkofen

Bahnfahrer in Bayern müssen sich auf neue Abfahrtszeiten und Verbindungen einstellen.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Der Fahrplanwechsel der Bahn an diesem Sonntag bringt wieder zahlreiche Änderungen mit sich. Von manchen können Pendler profitieren.

Neue Abfahrtzeiten, neue Zugverbindungen - aber es stehen teils auch Preiserhöhungen bevor: An diesem Sonntag, 15. Dezember, werden wieder die Zugfahrpläne und die Tarife bei der Bahn umgestellt. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen für Bayerns Bahnpendler:

Franken

Zwischen Aschaffenburg und Miltenberg wird der Stundentakt fürs Wochenende eingerichtet. Zusätzliche Verbindungen der Hessischen Landesbahn sollen in den Abendstunden das Reisen zwischen Unterfranken und Frankfurt erleichtern. Ein Betreiberwechsel findet auf den Regionalexpress-Linien Würzburg - Stuttgart und Nürnberg - Stuttgart statt, Go-Ahead übernimmt. Letztgenannte Strecke wird erst von Ende Februar an mit neuen Triebzügen befahren, es gab Probleme bei der Auslieferung.

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Auch die neuen Doppelstockzüge für den München-Nürnberg-Express werden frühestens in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres zum Einsatz kommen. Zwischen Bamberg und Kronach wird eine Taktlücke am Mittag geschlossen. Pendler im Raum Nürnberg können sich schon seit 1. Dezember freuen, dass der Verkehrsverbund keine Preiserhöhung vornimmt. Dafür gibt es beim Busfahrer nur noch Tagestickets und Einzelfahrscheine zu kaufen.

Schwaben

Pendler müssen weiter mit Einschränkungen auf der Strecke München - Lindau rechnen, sie wird ausgebaut und elektrifiziert. Einschränkungen gibt es auch im Augsburger Hauptbahnhof, Bahnsteige werden barrierefrei ausgebaut. Für Besucher der Bayerischen Landesausstellung wird von 29. April bis 8. November 2020 ein Halbstundentakt am Wochenende zwischen Augsburg und Aichach eingerichtet.

Ostbayern

Auf der Strecke Ulm - Ingolstadt - Regensburg werden Taktlücken geschlossen. Ähnliches ist bei der Oberpfalzbahn zwischen Schwandorf und Furth im Wald geplant sowie auf der Strecke Landshut - Mühldorf. Der Flughafenexpress zwischen Regensburg und München erhält für den frühen Morgen und späten Abend zusätzliche Verbindungen. Im Landkreis Cham tritt ein neues Spätverkehrskonzept in Kraft, das die Abstimmung zwischen Bus und Bahn verbessern soll. Der Regensburger Verkehrsverbund hebt zum 1. Januar seine Preise um durchschnittlich 2,9 Prozent an; für den Bus wird ein Kurzstreckenticket (maximal drei Stopps) eingeführt.

Oberbayern

Der Bahnhof Ingolstadt Audi geht in Betrieb. Neu ist auch der Stopp Brunnen auf der Paartalbahn von Ingolstadt nach Augsburg. Zwischen April und Oktober werden einige Züge der Bayerischen Regiobahn (BRB) bis Ingolstadt Nord verlängert, der Landesgartenschau wegen. Der Abschnitt Traunstein - Ruhpolding wird künftig auch am Wochenende im Zweistundentakt befahren. Zwischen Mühldorf und München sollen im morgendlichen Berufsverkehr mehr Züge verkehren, der Halt Mittergars zwischen Mühldorf und Rosenheim wird wegen "geringer Nachfrage" geschlossen.

Zusätzliche Stopps in Iffeldorf werden die Züge gen Kochel einlegen. Auf der Außerfernbahn zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte in Tirol sind Bauarbeiten abgeschlossen, das bedeutet theoretisch kürzere Fahrtzeiten. Der Verkehrsverbund München führt ein neues Tarif- und Zonenmodell ein. Gerade für Pendler im Außenraum kann das höhere Fahrpreise bedeuten. Allerdings wollen einige Landkreise Mehrkosten vorerst übernehmen. Auch die Tickets von BRB, Meridian und BOB werden teurer: im Schnitt um 1,7 Prozent.

Fernverkehr

Coburg erhält einen vierten ICE-Halt von und nach Berlin. In Bamberg wird die Zahl der Stopps von 29 auf 31 werktags erhöht, in Ingolstadt von 48 auf 51. Zwischen Augsburg und Nürnberg werden Taktlücken im Fernverkehr verkleinert. Auch zwischen Freilassing und Berchtesgaden soll der Inter-City aus Hamburg künftig öfter fahren. Die DB verzichtet diesmal auf Preiserhöhungen.

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