Öffentlicher Nahverkehr in BayernNürnberger steigen immer mehr auf Bus und Bahn um

In Nürnberg geben immer mehr Menschen dem öffentlichen Nahverkehr den Vorzug vor dem Auto.
In Nürnberg geben immer mehr Menschen dem öffentlichen Nahverkehr den Vorzug vor dem Auto.
Foto: Daniel Karmann/dpa

Busse und Bahnen haben das Auto inzwischen als wichtigsten Träger des Individualverkehrs abgelöst. Doch die Kosten sind hoch. Die Verkehrsgesellschaft macht weiter hohe Verluste.

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Der öffentliche Personennahverkehr in Bayerns zweitgrößter Stadt gewinnt weiter, auch gegenüber dem Auto: Im vergangenen Jahr hätten 163,9 Millionen Menschen Busse und Bahnen in der Stadt benutzt, teilte die kommunale Verkehrsgesellschaft VAG mit.

Dies bedeute im dritten Jahr in Folge einen Fahrgastrekord. Damit nutzt fast jeder dritte Nürnberger täglich die Nahverkehrsangebote – von der U-Bahn bis zum Leihfahrrad. Erstmals habe der ÖPNV auch knapp das Auto als wichtigstes innerstädtisches Verkehrsmittel überholt.

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Allein 269 000 Menschen nutzten in Nürnberg regelmäßig das Deutschlandticket, das für monatlich 63 Euro alle Fahrten in U-, S-Bahnen, sowie in Bussen und Nahverkehrszügen bundesweit ermöglicht. Dies bedeute eine Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagte der VAG-Vorstandssprecher Tim Dahlmann-Resig.

Trotz der höheren Fahrgastzahlen machte die VAG 2025 einen Verlust in Höhe von mehr als 97 Millionen Euro, gut elf Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings investierte die VAG auch 85 Millionen Euro, etwa in neue Fahrzeuge. So umfasst die VAG-Flotte inzwischen 122 elektrisch betriebene Busse.

Für das laufende Jahr erwartet das Kommunalunternehmen weiterhin finanzielle Herausforderungen. Die Kosten für Material und Personal seien eher gestiegen. Eine Herausforderung für die VAG war zuletzt die große Sommerhitze, die zu einer Aufweichung des Schienenbetts bei Straßenbahnen geführt und den Trambahn-Betrieb in Nürnberg tagelang zum Erliegen gebracht hatte. Die VAG befindet sich über die Städtische Werke Nürnberg GmbH zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Nürnberg.

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