Alte Holzski, Knickerbocker – und eine Abfahrt mit diversen Herausforderungen: 95 Skifahrer und Skifahrerinnen mit historischer Ausrüstung sind nach Angaben des Veranstalters in diesem Jahr beim Skirennen „Nostalski“ im oberbayerischen Krün gestartet. Neben dem Parcours mussten die Teilnehmenden diesmal eine besondere Schwierigkeit meistern. „Es schneit jetzt Vollgas“, sagte Hiasi Schmidt, Vorstand der Krüner Junggesellen, während des Rennens.
Retro-Outfits sind bei dem Wettkampf angesagt, von Opas Gletscherbrille über die ehemals hochmodische Keilhose bis zu Omas Lodenrock. Pflicht sind laut Reglement des Krüner Junggesellenvereins, der diesen zum 16. Mal veranstaltet, historische Holzski ohne Plastikbelag, Lederschuhe und Seilzugbindung. Mit Carving hat das nichts zu tun – der Stil variiert von Old School bis Freestyle.

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Zum Parcours am Barmseelift gehören ein paar Kamelbuckel, eine Schanze, eine Steilkurve – und beim Zwischenstopp wie immer eine Überraschungs-Herausforderung, die vor dem Rennen noch geheim war, wie Schmidt berichtet. In diesem Jahr sei es ein „Hau den Lukas“. Die Schanze dürfe man zwar umfahren, müsse dafür aber den Spott der beiden Moderatoren ertragen, hieß es.
Getrennt gewertet werden Frauen und Männer ebenso wie Athleten mit oder ohne Stahlkanten. Wie gerade erst zum Beispiel beim Nachtslalom von Madonna di Campiglio und bald bei den Olympischen Spielen in Italien geht es strikt nach Zeit – aber die Regeln für den Zieleinlauf sind etwas anders: In die Wertung kommt jeder, der die Ziellinie mit mindestens einem Ski überquert.
