Attraktive NistplätzeSo macht man es Meise, Star, Kleiber und Co. gemütlich

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Für Stare sind klassische Höhlenbrüterkästen mit einem einzigen Einflugloch sinnvoll.
Für Stare sind klassische Höhlenbrüterkästen mit einem einzigen Einflugloch sinnvoll. Rosl Roessner/LBV
  • Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern gibt Tipps zur richtigen Gestaltung von Nistkästen für verschiedene Vogelarten im Frühling.
  • Nistkästen sollten in 1,5 bis drei Metern Höhe nach Osten oder Südosten ausgerichtet und vor Nesträubern durch Dornenranken geschützt werden.
  • Vogelfreundliche Gärten mit wilden Ecken und heimischen Wildstauden wie Flockenblume oder Disteln locken Brutpaare an und bieten Nahrung.
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Langsam erwacht der Frühling. Die längeren Sonnenstunden locken auch die Vögel wieder hervor und animieren sie zum Nestbau. So macht man Garten oder Balkon für die Tiere attraktiv.

Mit dem Frühjahr beginnt die Brutzeit für Vögel. Damit Vogelpärchen auch in Wohngebieten einen geeigneten Nistplatz finden, gibt der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) Tipps für die richtige Gestaltung von Nistkästen im Garten oder auf dem Balkon.

Zunächst ist demnach zu beachten, dass verschiedene Vogelarten auch verschiedene Arten von Nistkästen aufsuchen. Klassische Höhlenbrüterkästen mit einem einzigen Einflugloch würden etwa von Meisenarten, Feld- und Haussperling, Star oder Kleiber angenommen. Dabei sei die Größe des Einflugslochs entscheidend: Ein Star brauche etwa ein größeres Loch als eine Blaumeise. Dagegen eigneten sich Halbhöhlennistkästen für Vogelarten, die Mauerspalten oder Dachvorsprünge zum Nisten nutzen, beispielsweise Hausrotschwanz und Rotkehlchen.

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Neben der Auswahl spielt auch die Platzierung des Nistkastens eine wichtige Rolle. Dieser sollte in 1,5 bis drei Metern Höhe und mit der Front nach Möglichkeit nach Osten oder Südosten platziert werden, damit er sich nicht zu sehr aufheizt.

Auch sollten Maßnahmen gegen Nesträuber getroffen werden, erklärt die LBV-Biologin Angelika Nelson. „Um die Brut vor Fressfeinden wie Katzen oder Mardern zu schützen, ist es empfehlenswert, Dornenranken, zum Beispiel von Wildrose oder Schlehe, unterhalb des Nistkastens anzubringen.

Man kann sie um den Baumstamm, an dem der Kasten angebracht ist, legen. So können Nesträuber nicht hinaufklettern.“ Der Abstand zu Gebäudedächern und Ästen sollte ebenfalls groß genug sein, damit Räuber nicht von oben auf die Kästen herabspringen können.

Damit sich Vögel wie die Kohlmeise ansiedeln, sollte der Garten auch vogelfreundlich gestaltet sein.
Damit sich Vögel wie die Kohlmeise ansiedeln, sollte der Garten auch vogelfreundlich gestaltet sein. Oliver Wittig/LBV

Wer bereits im Vorjahr einen Kasten mit einem Brutpaar im Garten oder auf dem Balkon hatte, sollte diesen nun schnell reinigen, da sich in alten Gelegen Parasiten sammeln können. Für die Reinigung sollten nur Wasser und eine Bürste, keine Reinigungsmittel genutzt werden. Nachdem einmal ein Vogelpaar eingezogen ist, sollte nicht mehr gereinigt werden, um die Tiere nicht zu stören.

Am wichtigsten ist aber laut dem LBV, das Umfeld der Kästen vogelfreundlich zu gestalten. In Gärten sollten ausreichend „wilde“ Ecken verfügbar sein, in denen die Vögel Insekten und Verstecke finden. Auch die richtige Bepflanzung locke Brutpaare an, so Expertin Nelson. „Schon ein paar heimische Wildstauden wie Flockenblume, Disteln, Wegwarte oder Königskerze können einen großen Effekt haben. Diese können auch auf dem Balkon angepflanzt werden und sind zudem schön anzusehen.“ Für Vogelfreunde bietet der LBV auch einen 30-minütigen Onlinekurs zum richtigen Nistkastenbau.

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