Heißluftballon-Contest in LandshutWie man mit heißer Luft um die Wette fährt

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Wer mit einem Ballon fahren will, braucht heiße Luft – innen, nicht außen.
Wer mit einem Ballon fahren will, braucht heiße Luft – innen, nicht außen. EUROPA PRESS/dpa

Der Sommer ist wieder da - und mit ihm potenziell das richtige Wetter zum Ballonfahren. Allein von heißer Luft und Liebe zur Ballonseide können Luftsportler in Landshut bei ihren Wettfahrten allerdings nicht leben. Aber zumindest das Glühen ist unproblematisch.

Kolumne von Alexander Kappen

Er ist wieder da. Der Sommer. Hier bei uns. Und nicht nur irgendwo anders in all den Sonne-Samba-Sandstrand-Paradiesen dieser Welt, in denen derzeit halb Bayern seinen Urlaub verbringt. Seit dem Wochenende ist auch der Freistaat mit Temperaturen um die 30 Grad gesegnet.

Nach dem nasskalten, als Herbst getarnten Juli sind alle Heizdecken und Glühweintassen inzwischen wieder im Schrank verstaut und bleiben dort, bis der echte Herbst ums Eck kommt. Derzeit heißt es: Badeklamotten raus, Grill an, Eistee einschenken und die warme Luft genießen. Oder die heiße. Je nach persönlichem Empfinden und Aufenthaltsort.

Wie lang das Wetter noch hält? Man weiß es nicht. Aber die heiße Luft, die bleibt. Bis Ende des Monats. Zumindest in Landshut. Die Ballonsportgruppe des dortigen Luftsportvereins organisiert vom 29. bis 31. August wieder ihr „jährliches Highlight“, wie sie auf ihrer Website ankündigt. Der Verein lädt zur bereits 28. Auflage der Niederbayerischen Heißluftballon-Wettfahrt. Dreh- und Angelpunkt ist die Anlage etwas außerhalb der Stadt, die offiziell etwas sperrig Verkehrslandeplatz Landshut heißt, dem Volksmund nach aber auch auf den schlichten Namen Flugplatz Ellermühle hört.

Und dort geht es am letzten August-Wochenende heiß her. Schon zum Auftakt am Freitag, an dem das „musikalisch moderierte Ballonglühen“ auf dem Programm steht. Also eine etwas andere Art von Vorglühen. Am Samstag und Sonntag sollen dann die Ballons starten, durch die Luft und um die Wette fahren, was das Zeug hält. Wobei das „Wettfahrt“ im Titel der Veranstaltung eher leger ausgelegt wird. Die Organisatoren schreiben von „unserem entspannten Freundschaftstreffen“.

So richtig entspannt ist es aber nur, wenn auch die äußeren Umstände passen. Allein von heißer Luft und Liebe zum Ballonfahren können auch Luftsportler nicht leben. Das heißt: das Wetter muss mitspielen. Regen, damit oft einhergehender kräftiger Wind oder gar Schneefall – schönen Gruß an den zurückliegenden Juli – kann man da eher nicht gebrauchen, wie der Laie auf der Plattform ballonfahrtprofi.de lernt. Und bei Temperaturen über 30 Grad geht aus Sicherheitsgründen übrigens auch nichts mehr.

Heiße Luft braucht es zum Ballonfahren nur im Inneren des Ballons. Wobei viele, die mit diesem Hobby vielleicht eher weniger am Hut haben, das sicher anders sehen. Für wen sich das Wetter Ende August auch entscheidet: Hauptsache, es schneit nicht.

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